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Astroboy: Omega Factor


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Astroboy: Omega FactorReview vom 06.03.2005

Hilfe! Eine Umsetzung einer japanischen Serie, die hierzulande so gut wie unbekannt ist! Kann das gut gehen? Soviel schon einmal im Vorfeld: Es kann! Mehr dazu in unserem Test.Ist doch witzig: Wenn ein westlicher Entwickler sich dran macht, eine Comicumsetzung zu programmieren, kann man in 99% der Fälle davon ausgehen, dass man dahingeschluderte Ware bekommt, welche den Tester zum Erröten bringt. Passwortsystem, lieblose Level, ein uninspirierstes Gameplay... Spaß kann man oft mit der Lupe suchen.

Wenn jetzt jedoch eine japanische Firma daher kommt, um eine Umsetzung einer der beliebtesten Anime-Serien im Land der aufgehenden Sonne zu programmieren, und wenn diese Firma auch noch auf die Namen Sega und Treasure hört, dann wird der geneigte Zocker rasch hellhörig. Waren doch diese Beiden bereits für das astreine Guardian Heroes verantwortlich, einem der interessantesten 2D Prügler der letzten Jahre.

Doch zunächst zum Inhalt des Spiels: Wer Astro Boy kennt, wird sich schnell heimisch fühlen, da sämtliche Charaktere des Animes im Game einen Gastauftritt haben. Wer ihn noch nie gesehen hat, hier die Grundstory: Dr. Tenma, seines Zeichens genialer Wissenschaftler, verliert bei einem Autounfall seinen Sohn. Schwer getroffen von diesem Verlust baut er nach dem Vorbild seines Kindes einen Roboter, der mit einer 100.000 PS Maschine angetrieben wird. Astro Boy wird geboren. Dann zieht sich Dr. Tenma jedoch plötzlich von seinem neuesten Werk zurück und verschwindet spurlos, Astro wird in die Obhut eines befreundeten Wissenschaftlers gegeben. Alles ist gut, bis eines Tages Ereignisse eintreten, welche das Zusammenleben von Mensch und Roboter für immer gefährden könnten...

m Laufe des Spiels wird die Story immer verworrener und wartet mit ein paar der genialsten Kniffe auf, die bisher in einem GBA Spiel zu finden waren. Denn man sollte nicht glauben, dass das Spiel zu Ende ist, wenn man es durchgespielt hat.. Bis man das echte Ende sieht, dauert es statt dessen eine ganze Weile. Was wie ein normaler Beat 'em Up Sidescroller anfängt, entwickelt sich zum waschechten Adventure, in dem die verrücktesten Kleinigkeiten wie z.B. ein Briefkasten! eine Rolle spielen. Aber genug verraten.

Ihr steuert Astro in einer schicken 2D Umgebung und müsst dabei zahlreiche Gegnerhorden vermöbeln und aus dem Weg räumen. Dazu stehen euch neben Astros stahlharten Fäusten auch noch zahlreiche Specials zur Verfügung. Zum einen ist da sein Arm-Laser, der auf Knopfdruck (und bei vorhandener Special-Energie, die ihr durch das Vermöbeln erhaltet) einen je nach Ausbaustufe riesigen Strahl gegen eure Gegner schickt und sie damit relativ sicher plättet. Außerdem gibt es noch das "Hintern-Maschinengewehr", bei dem plötzlich Astros Hinterteil zum rasenden Ballerinstrument mutiert.

Moment, Ausbaustufe? Ja, denn Astro lässt sich erweitern! Der sogenannte Omega Factor, der im Titel des Spiels vorkommt, ist die "Seele" eines Roboters. Diese kann, wenn man mit den verschiedensten Leuten spricht, wie in einem Rollenspiel upgegraded werden. Mehr Lebenspunkte, stärkere Waffen oder ein stärkerer Boost, um durch die Gegend zu fliegen, winken euch. Ein tolles Feature, welches dazu anhält, wirklich jeden Winkel genau zu erkunden. Hier liegt das Augenmerk oft auf Details. Und wer ahnt schon, dass sich ein Vampir gerade hinter der zweiten Tür eines Zuges aufhält?

Neben den reinen Rumrenn-und-Rumprügellevel gibt es außerdem noch Flugsequenzen, in denen ihr wie in einem klassischen Shoot 'em Up gegen zahlreiche Gegnerhorden am Himmel antretet. Das bringt die notwendige Abwechslung in dieses tolle Game.

Grafik:
Ein Fest für die Sinne wird hier so richtig gefeiert: Zahlreiche Special-Effects bringen den Prozessor des GBA zum Glühen und sorgen für ein heiteres Spielvergnügen. Gegner in allen möglichen Farben und Größen (Bildschirmgroß ist hier wörtlich zu nehmen), kreative Endgegner und schöne Hintergründe nebst Paralax-Scrolling sind mit Mode 7 Spielereien auf der Habenseite. Dass der Game Boy Advance bei so vielen Tricks ab und an in die Knie geht und sich mit merklichen Slowdowns Luft verschafft, lässt sich aber ertragen, da es ab und zu sogar schwere Stellen einfacher macht. Nach dem Motto: It's not a bug, it's a feature.

Sound:
Die Musik des Spiels und die Soundeffekte fallen leider gegenüber der tollen Grafiktechnik etwas ab. Etwas knalliger und knackiger würde eher zu den Robotern passen. Die japanische Hintergrundmusik ist auch nicht für jedermanns Geschmack, passt aber sehr gut zum Geschehen.

Steuerung:
Gleich zu Beginn wird euch in einem Tutorial alles Wichtige zum Game mitgeteilt. Astros Bewegungen gehen gut von der Hand und sorgen für Laune. Durch die Mehrfachbelegungen von manchen Tasten kann man im Eifer des Gefechts leider ab und an mal den falschen Move durchführen. Tödlich ist das jedoch nicht unbedingt.
Das sind viel mehr die zahlreichen unfairen Stellen, an denen ihr zwangsläufig Energie verliert. Das nervt besonders im Hard-Modus, in dem frische Ladung eures Roboter-Körpers selten ist.

Features:
Wo andere kleckern, da darf Astro klotzen. Neben der deutschen Sprache hat man sich zum Glück für eine Save-Batterie entschieden, welche automatisch euer Vorankommen sichert. Insgesamt drei Speicherstände warten auf euch. Dazu kommen drei Schwierigkeitsgrade, so dass man für jeden einen Platz finden kann.
Wie Eingangs schon erwähnt, ist das Spiel nach dem ersten Durchzocken noch lange nicht vorbei. Hier wartet eine geniale Überraschung auf den Spieler.
Hat man alles Entdeckt und nicht nur auf Easy gespielt, gibt es eine ausgezeichnete Charakter-Bibliothek im Optionenmenü, in der ihr sogar Hintergrundinfos zu Namen und anderen Kleinigkeiten der Figuren des Mangas und Animes bekommt. Eine nette Dreingabe, welche aber den fehlenden Multiplayermodus nicht kaschieren kann. Der fehlt und wäre mit Hilfe von Astros kleiner Robotfreundin auch kein Problem gewesen. Zumindest als Co-op.

Fazit:
Astro Boy ist ein packendes 2D Abenteuer und negiert alle Unkenrufe, dass der GBA am Ende sei. Wenn noch solche Spiele raus kommen, dann kann man die Next Generation getrost in der Ecke versauern lassen und weiterhin auf den alten Schirm schauen. Schöne Grafik, eine geniale Storyline und packendes Gameplay warten darauf, entdeckt zu werden! Kaufen, auch wenn man kein Animefan ist.


Christian Nork für PlanetGameboy.de


Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereistellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
85%
Spannender Prügelspaß mit Suchtgarantie Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Geht gut von der Hand
  Features Fast alles drin
  Grafik Trotz Slowdowns wunderschön
  Sound Könnte knalliger sein
  Spielspaß "Nur noch den Level"-Faktor







Details
Spielname:
Astroboy: Omega Factor

Publisher:
THQ

Genre:
Action Jump-N-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:


Screenshots:

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