Antz Extreme Racing
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Antz Extreme RacingReview vom 27.08.2002
Nicht schon wieder eine Comic-Umsetzung! In Marios Kart-Gefilden versucht Antz Extreme Racing, mit ein paar neuen Ideen Punkte zu sammeln. Warum das aber leider nicht gelingt erfahrt ihr in unserem Test: Nach Shrek - Swamp Car Speedway kommt mit Antz Extreme Racing schon der zweite Funracer zu einem Film von Dreamworks Pictures für den GBA auf den Markt. Und wie schon beim grünen Oger aus dem Sumpf stellt sich die Frage, ob denn diese Umsetzung wirklich nötig war.
Startet man das Spiel kommt man nach der Auswahl der Sprache ins Hauptmenü. Dieses bietet einem die Möglichkeiten, entweder ein schnelles Rennen, eine Meisterschaft oder ein Duell (der Multiplayer) zu fahren. Im schnellen Rennen kann man die verschiedenen Strecken direkt auswählen (sozusagen zum Üben), während die Meisterschaft alle Strecken von vorne ab durchmacht. Doch was bietet dieses Spiel, was andere Spiele nicht haben? Nun, unter Anderem versuchten die Programmierer, dem ganzen Drumherum eine abgeschlossene Note zu geben. Die Strecken unterscheiden sich nämlich nicht nur im Verlauf und Umgebung, sondern auch in der Jahreszeit. Fallende Blätter und schwere Eiskristalle tragen zu einer schönen Stimmung bei, die bisher kein Rennspiel so gezeigt hat. Auch die unterschiedlichen Gefährte (vor allem das Blattrennen auf der Pfütze sieht toll aus) machen etwas her.
Während man jedoch in anderen Racern gegen mehrere Gegner in Runden fährt geht Antz einen anderen Weg. Gerade mal drei Gegner rasen mit euch um die Rennkrone. Daher ist es auch Pflicht, jedes Rennen als erster abzuschließen. Tut ihr das nicht, so bieten euch unendlich Continues immer wieder einen Neuanfang. Und die sind leider auch bitter nötig. Die Strecken, die übrigens nicht in Runden, sondern (wie bei Vrally 3) komplett durch gefahren werden müssen, sind vollgestopft mit irgendwelchen Hindernissen, die einem den ganzen Tag vermiesen können. Es ist zwar authentisch, wenn in einem Ameisenhaufen auch mal irgendein Mist auf der Strecke liegt. Aber warum muss dann die Spielfigur jedesmal eine 180° Drehung machen, wenn sie dagegen stößt? Die Gegner, die nach einem Rempler oder einem Stoß gegen eins der Hindernisse munter weiterbrausen, stört das sichtlich wenig. Und so sieht man mehr als einem lieb ist den Game Over Schirm. So etwas tut weh.
Vor allem wenn man sich anschaut, was den Programmierern sonst noch so für Sachen eingefallen sind. Vor allem das Extrasystem zeigt, was in der Zukunft noch so alles möglich ist. Denn auf den Fahrbahnen befinden sich, ähnlich wie bei Mario Kart die Münzen, sogenannte Blattlausbrausen. Diese dienen zwischen den Strecken als Währung, um neue Extras zu kaufen oder die Statusleiste wieder aufzupäppeln. Letztere ist nämlich nicht vor jedem Level wieder prall gefüllt, sondern bleibt von Rennen zu Rennen erhalten. Aber auch die anderen Extras haben es in sich. Vor allem das Wespentaxi, dass einen weit nach vorne auf die Strecke setzt. Durchaus ein wenig unfair, hier aber nötig!! Die anderen Extrawaffen sind jedoch recht unnütz (vor allem, da es keine Runden gibt), lassen sich jedoch genialerweise mit L durchschalten. Auch mal was nettes.
Die Steuerung ist damit der größte Murks in diesem Spiel. Schwammig, ungenau und kaum beherrschbar zieht sie die kleinen Ameisen in den Schlund der Mittelmäßigkeit. Zwar ist die Tastaturbelegung gut gewählt (klar, hier kann man nicht viel falsch machen und L zum Auswählen der Extras ist eine geniale Idee), dennoch eindeutig: Viel zu verkorxt.
Grafisch ist Antz eindeutig eine Klasse höher als Shrek, bleibt aber dennoch leicht hinter Konamis und Nintendos Race-Titeln zurück. Da nur vier Spielfiguren dargestellt werden müssen kann sich der Grafikchip ruhig um die ganzen Hindernisse(Argh), Schneebälle (Grr!) und Regentropfen (Wuäh!!) kümmern.
Die Hintergründe wissen genauso zu gefallen wie die Spielfiguren selbst, die eindeutig als die Helden aus dem Film zu identifizieren sind. Nur Animationen... Egal, Fremdwörterduden soll hier jetzt keiner rausholen.
Soundtechnisch bietet Antz Standardkost. Die hübschen Melodien düdeln vor sich hin, ohne zu stören. Heutzutage kommt das einem Lob gleich. Trotzdem reicht der Sound nicht an die genialen Soundeffekte von Mario Kart heran. Auch hier ist die Konkurrenz besser.
Die Features präsentieren sich standartmäßig. Soll heißen: Deutsche Sprachausgabe, Continues, Multiplayer... Multiplayer? Ja, schon, aber nur für zwei Spieler mit zwei Modulen. Ähem, was soll das denn? Hier hat wohl jemand verpasst, dass der GBA ein wenig mehr kann und vor allem für mehr Spieler ausgelegt ist. Bei Konamis Racer war das noch vertretbar (der kam schließlich in der Anfangszeit des GBA raus), heutzutage ist das jedoch genauso untragbar wie diese ewigen Passwort-Systeme, von denen Antz auch nicht verschont bleibt.
Fazit:
Was soll man sagen? Antz macht aufgrund der vermurksten Steuerung nur wenig Spaß. Leider. Denn mit ein wenig mehr Feintuning hätte sicher ein besseres Game rauskommen können. Zwar keine Konkurrenz für Mario, dank des Extra-Systems aber vielleicht für die Krazy Racer. So bleibt nur ein Platz im unteren Mittelfeld. Chance (und Lizenz) vertan.
by chris (trunx)
Vielen Dank an Vivendi Universal für die freundliche Bereitstellung des Testmusters
Steuerung
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Schwammig, vermurkst, schlecht
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Features
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Nur 2-Spielermodus, Passwort, Continues, Jahreszeiten
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Grafik
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Sehenswert dank wenig Fahrern
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Sound
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Gute Melodien
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Spielspaß
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Macht am Anfang durchaus Spaß, später Frust
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Details
Spielname:
Antz Extreme Racing
Publisher:
Vivendi Universal
Genre:
Fun-Racer
Release:
.. (erschienen)
Multiplayer:
ja
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (6)
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