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Shrek der Dritte


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Shrek der DritteReview vom 16.07.2007

Aller guten Dinge sind drei
Hollywood scheint dieses Jahr in das Jahr der Filmtrilogien verwandeln zu wollen. Erst bescherte uns Regisseur Sam Raimi den dritten Teil des actiongeladenen Spinnenspektakels „Spider-Man“, kurz darauf kämpfte der mutige und leicht verschrobene Kapitän Jack Sparrow ebenfalls zum dritten Mal gegen die zahlreichen Flüche der Karibik und schwuppdiwupp entschließt sich auch noch DreamWorks, die äußerst erfolgreiche Animationsserie „Shrek“ in die dritte Runde zu schicken.Der Hype um den grünen Oger Shrek ist derzeit wahrlich unglaublich. Da findet man Motivtassen, auf denen einem die Charaktere des Films am Frühstückstisch entgegen lächeln, Plüschtiere in allen Farben, Formen und Ausführungen, Handyklingeltöne zum Herunterladen und natürlich noch vieles mehr. Vermarktet wird alles, was man sich nur denken kann und so lässt es sich auch Publisher Activision nicht nehmen, sich ein kleines Stück vom Profitkuchen abzuschneiden und wirft für nahezu alle aktuellen Plattformen eine eigene Videospielumsetzung von „Shrek der Dritte“ auf den Markt.

Auch in unsere Redaktion flatterte ein Exemplar der GBA-Version, die wir natürlich gründlich auf Herz und Nieren geprüft haben. Lest schnell weiter und erfahrt, ob es sich lohnt, eine Reise mit dem grünen Helden und seinen märchenhaften Freunden anzutreten, oder ob das Spiel doch lieber (in) „Weit Weit Weg“ bleiben sollte.

Oh S(c)hrek, ein Oger im Anflug!
Bereits zweimal hat Shrek uns bewiesen, wozu er alles fähig ist. Mit dem für die Serie charakteristischen Humor und der Unmenge an liebevoll animierten Figuren, die größtenteils der Märchenwelt entstammen, konnten schon Teil 1 im Jahre 2001 und Teil 2 im Jahre 2004 enorme Erfolge in den Kinosälen verbuchen und um Heerscharen an Fans war es geschehen. Seit dem letzten Abenteuer des Helden aus „Weit Weit Weg“ sind 3 satte Jahre vergangen, doch nun hat das Warten endlich ein Ende und in „Shrek der Dritte“ gibt sich die gesamte Shrek-Crew erneut die Ehre. Die Handlung ist recht simpel gestrickt und reißt Ottonormalverbraucher nicht unbedingt vom Hocker: auf der einen Seite die „Guten“, auf der anderen die, welch Überraschung, „Bösen“, das Ganze in ein spannend anmutendes Abenteuer voller Herzschmerz, Witz, Humor, Action und einer Prise Dramatik gepackt und schon kann es losgehen!

Es sollte eigentlich eine ganz einfache Aufgabe sein. Shrek sollte nur Fionas Cousin Arthur finden, damit er an Shreks Stelle Weit Weit Weg regieren könnte. Aber als der böse Prinz Charming das Schloss übernahm, und Shrek, „Artie“, der Gestiefelte Kater und Esel mitten im Nirgendwo strandeten, wurden die Dinge etwas kompliziert. Ihre einzige Hoffnung, Weit Weit Weg zu retten, war ein alter Zauberer namens Merlin. Den Freunden war nicht bewusst, wie schwierig es für sie würde, Merlins Hilfe zu bekommen. Denn mit einem misslungenen Zauber verwandelte Esel den Zauberer in ein sprechendes Parfait. Bevor die Helden nach Weit Weit Weg zurückkehren konnten, mussten sie sich auf die Suche nach goldenen Feen begeben, um den Zauber rückgängig zu machen. Diese eigentlich einfache Aufgabe wurde durch die allgegenwärtigen Schergen von Prinz Charming erschwert, die sie gefangen nehmen sollten. Nur als Team und mit der Hilfe von Merlins Zauberstab können Shrek, Artie, der Gestiefelte Kater und Esel am Ende nach Hause zurückkehren.

Level ein, Level aus - am Ende kommt stets dasselbe raus
Schnell das blau glänzende Modul mit ogertypischer grüner Schrift aus der Verpackung befreit und in den Schacht des Game Boy Advance gesteckt. Doch halt, wo hat sich eigentlich die Spielanleitung versteckt? Noch ein wenig in den Untiefen der Pappverpackung gekramt und siehe da, heraus kommt ein mageres kleines Heftchen, das man aufgrund des Volumens fast mit einem beiliegenden Werbeprospektchen verwechseln könnte. Ohne die darin befindlichen spärlichen Informationen wäre man wahrscheinlich ebenso gut bedient gewesen. Doch nun genug vom Apéritif, wenden wir uns allmählich dem Hauptgang zu. Mit Vollgas schippert man in einer netten Introsequenz gen Titelmenü. Neben der Option „Credits ansehen“ bleibt leider nur noch die Wahl zwischen einem der 3 Spielstände. Kann das wirklich schon alles gewesen sein? Wo verstecken sich denn hier die Features und weiteren Einstellungsmöglichkeiten? Nachdem man sich letztendlich für einen Slot entschieden hat, wird man auch schon mit Hilfe einiger lieblos in Szene gesetzter Standbilder in die Story geführt. Bereits an diesem Punkt stechen dem zockwilligen Spieler die äußerst verpixelten und selbst für GBA-Niveau extrem unklaren und farblich nur mittelprächtigen Grafiken ins Auge.

Ohne viel weiteres Trara schwirrt man auch schon ab ins erste Level und darf sich von den ein oder anderen Figuren, die allem Anschein nach aus „Madagaskar“ angereist sind, mehr oder minder hilfreiche Tipps geben lassen. Insgesamt besucht man 4 Welten mit je 4 Level in typischer Jump’n Run-Manier, die mit einigen kleineren Rätseleinlagen gespickt sind. Die eintönigen und öden Schauplätze sind dabei der Filmvorlage (hoffentlich nur) annähernd nachempfunden. Von Abwechslung nicht die geringste Spur! Auch in Sachen Musik, Sound und Levelaufbau des neuesten Abenteuers unseres grünen Helden mit Antennenohren hätte Activision die Worte Kreativität und Variation sicherlich noch ernster nehmen können. Manchmal überkommt einen das Gefühl, im gesamten Spiel gebe es nur 3 oder 4 verschiedene, spärlich gesäte Gegner, die zombieähnlich von A nach B watscheln oder fliegen.

Ziel eines wirklich JEDEN Levels ist das Finden von (extrem leicht versteckten) 4 Goldenen Feen und einem Spezialgegenstand, welche die Spezialfähigkeiten unserer animierten Freunde verbessern. Nur in der letzten Welt begibt man sich nicht mehr auf die turbulente Jagd nach schweinchenrosa Feen, sondern versucht verloren gegangene Pergamentrollen ausfindig zu machen. Viel ändert dies am monotonen Ablauf des Spielgeschehens allerdings auch nicht. Shrek ist das Kraftpaket des Vierergespanns; mit ihm muss man ständig Hindernisse wie Mauern oder andere den Weg versperrende Elemente platt machen und Gegner schnell und effizient aus der Fassung bringen. Der Gestiefelte Kater ist hingegen ein wahres Kletterass und scheint so einiges an alpiner Erfahrung mitzubringen. Nur mit ihm kann man sich auf höher gelegene Plattformen angeln und sich in enge Spalten quetschen. Dritter im Bunde ist der stets verträumte und tollpatschige Esel, welchem es genau wie Shrek nicht gerade an Kraft und Ausdauer mangelt und welcher sich mit einem beherzten Supersprung ans andere Ende eines tiefen Grabens befördern kann. Zu guter Letzt wäre da noch der vollkommen neue Charakter namens Artie, ein Ritter edlen Gemüts, der mit seinem Schild nicht nur feindliche Angriffe abwehren, sondern damit auch noch sanft übers Wasser gleiten kann. Dabei bestreitet man jedes Level in einer anderen Teamkombination: mal ganz allein im Soloauftritt mit dem Gestiefelten Kater, mal als Duo mit Shrek und Artie, mal als flotter Dreier oder auch in geballter Ladung als Vierergespann. Der allgegenwärtigen Einheitsmonotonie der Level wird ab und an nur durch die (viel zu leicht geratenen) Bosskämpfe und die teilweise recht peppige und eingängige Musik ein Ende bereitet. In Sachen Soundeffekte hält sich das Spiel meist bedeckt und mehr als ein „Oh!“, „Umpf!“ oder ein unverständliches englisches Gebrabbel ist aus den Lautsprechern des GBA nicht zu vernehmen. In punkto Spieldauer lässt „Shrek der Dritte“ summa summarum extrem zu wünschen übrig, hat man alles Wesentliche doch schon nach etwa 1-2 Spielstunden gesehen.

Steuerung:
An dieser Stelle braucht sich „Shrek der Dritte“ nicht zu verstecken. Die Steuerung ist besonders aufgrund der intuitiven Tastenbelegung schlicht und einfach gut. Probleme treten einzig und allein dann auf, wenn es darum geht, mehrere Charaktere in einem Level gleichzeitig zu manövrieren, denn dann ist man zu wahrer Fingerakrobatik gezwungen: „Halten Sie die Tasten L+R gedrückt, bewegen Sie das Steuerkreuz in die gewünschte Richtung und vergessen Sie dabei vor allem nicht mit richtigem Timing die Tasten A und B zu verwenden! Ach ja, für Spieler mit drei Händen empfiehlt sich auch noch das Benutzen der Start- und Select-Knöpfe.“ Schade Activision, eine Lock-Funktion wäre hier sicherlich hilfreich gewesen.

Grafik:
Ähhh… Das Grüne da soll ein Oger sein?! Also an diesem Punkt hat der mit Lizenztiteln geplagte Spieler wahrlich schon Besseres auf dem GBA gesehen. Im Vergleich zu den Vorgängern von „Shrek der Dritte“ hat sich hier nichts in Weit Weit Weg getan. Schauderhafte Standbilder, matte und verwaschene Umgebungs- und Charaktergrafiken; sogar die Schrift wirkt fade und blass. Zwar läuft das Spiel recht flüssig, doch die schlampig umgesetzte Grafikprogrammierung überschattet ganz einfach das komplette Spiel.

Sound:
Ist der Titel auch noch so langweilig und einschläfernd, so sorgt wenigstens die peppige und flotte Hintergrundmusik im Pop-Techno-Märchen-Stil dafür, dass man beim Spielen nicht wegschlummert. Vielfalt? Nein, leider auch an dieser Stelle nichts Neues in Weit Weit Weg! In punkto Soundeffekte herrscht beinahe gähnende Leere, was für GBA-Verhältnisse aber auch nicht allzu dramatisch ist.

Features:
Viel hat dieses Modul neben dem streng linearen Hauptspiel nicht gerade zu bieten. Auf Minispielchen und nette freischaltbare Bonis wie Artworks und dergleichen hat man gleich mal ganz verzichtet. Zumindest gibt es für die ganz ausdauernden Spieler einen minimalen Anreiz, wirklich alle Goodies aufzustöbern und somit die 100%-Marke zu knacken: ein Bonuslevel, in dem man die 4 Helden noch ein letztes Mal ein Stück des Weges begleiten darf.

Fazit:
Berücksichtigt man die immer schwächer werdende Bedeutung des Game Boy Advance, so scheint es kaum verwunderlich, das der GBA-Version von „Shrek der Dritte“ nur andeutungsweise Beachtung während des Entwicklungsprozesses geschenkt wurde. Zwar war es von Activision sicherlich nett gemeint, auch Nintendos inzwischen in die Jahre geratenen Veteranen der Videospielgeschichte mit einer eigenen (halbherzigen) Umsetzung zu bedenken, doch heraus gekommen ist ein wahrhaftig liebloses, tristes und enttäuschendes Endprodukt. Schon aufgrund der ultrakurzen Spieldauer von 1-2 Stunden reicht „Shrek der Dritte“ gerade mal für einen entspannten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und voilà, schon hat man alles gesehen, gehört und gefunden in Weit Weit Weg. Der serientypische Humor und ironische Geist kommen hier nicht einmal ansatzweise zum Tragen. Activision hätte sich die Entwicklung der GBA-Version einfach sparen können und stattdessen die zusätzlich gewonnene Zeit in die Portierungen für die anderen Konsolen stecken können. Fans, welche auf ein portables „Shrek der Dritte“ dennoch nicht verzichten möchten, sei die DS-Version ans Herz gelegt, die zumindest in punkto Grafik und Spieldauer ein klein wenig mehr zu bieten hat.



David Bähr [Linguafreak] für PlanetGameboy.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
47%
Ein Kinobesuch lohnt sich allemal mehr! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Tastengeklimper mit geringen Abstrichen.
  Features Hier sucht man vergebens nach mehr.
  Grafik Einfach nur s(c)hreklich – unter dem Mittelmaß.
  Sound Shake what your mother gave ya!
  Spielspaß 1-2h Spieldauer – höchstens für jüngere Semester geeignet.







Details
Spielname:
Shrek der Dritte

Publisher:
Activision

Genre:
Jump-n-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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