PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

Arthur und die Minimoys


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (3)
  • User (0)
  • Spiel Kaufen
Arthur und die MinimoysReview vom 11.07.2007

Es wird klein, sehr klein, denn Arthur und die Minimoys machen den Game Boy Advance unsicher. Wir haben uns die Lizenzumsetzung aus dem Hause Atari näher angeschaut.Im Laufe des mittlerweile Jahrzehnte langen Bestehens von Computerspielen musste die Industrie schon einige Male herbe Rückschläge in Kauf nehmen. Der große „Videospiele-Crash“ vor mehr als 20 Jahren lässt sich nicht zuletzt auf die große Anhäufung qualitativ minderwertiger Spiele zurückführen, für welche Kunden nicht bereit waren, ihr kostbar Erspartes zu investieren. Als besonders skandalös wird eine Aktion seitens Atari betitelt, bei welcher die Firma mehrere tausend Videospiele vernichtete, deren gewünschter Erfolg ausblieb. Gerüchte besagen, dass man das Lizenzspiel „E.T.“ (der wohl größte Flop der Videospiel-Historie) so oft produzierte, dass die Anzahl der Cartridges die der Konsolen überstieg. Klare Informationen hierzu sind jedoch nicht vorhanden. Trotz des K.O.-Schlags in den 80ern rappelten sich die Firmen nach und nach wieder auf und versuchten von nun an all das richtig zu machen, was sie vor kurzer Zeit noch mehrere Millionen kostete. Eines hat sich jedoch nicht geändert: noch immer kaufen Entwickler bzw. Publisher die Lizenzen großer Kino-Filme oder Marken auf, um hieraus eine Videospieladaption zu stricken. Auch unser heutiger Testkandidat darf sich in die Reihe der Lizenzspiele stellen und muss beweisen, ob er sich zum heimlichen Pflichtkauf avanciert oder als ewiger Ladenhüter enden wird. Denn auch in Zeiten, wo es nicht mehr alltäglich ist, dass ein Spiel für den „besten Handheld aller Zeiten“ erscheint, muss sich der sparende Schüler genau überlegen, ob ein Spiel in die Sammlung aufgenommen wird, oder man es lieber im Regal stehen lässt!

Bevor wir genauer auf das Spielgeschehen eingehen, zuerst eine kleine Ausführung zur erzählten Geschichte. Diese lehnt sich – wie für Spiele dieser Art nicht untypisch – an den gleichnamigen Kinofilm an. So dreht sich alles um einen kleinen Jungen mit dem Namen Arthur, welcher die letzten Ferien bei seiner Großmutter verbringt, bevor ihr Haus abgerissen werden soll. Der neugierige Jungspund lässt sich natürlich nicht davon abhalten, das komplette Anwesen noch einmal zu durchforsten, um eventuell sogar Hinweise auf den Aufenthaltsort des schon vor Jahren verschwundenen Großvaters zu finden. Ehe sich Arthur versieht, befindet er sich in einer ihm unbekannten Welt, in die er mithilfe eines Fernrohrs gelangen konnte. Dort angekommen stellt er schnell fest, dass seine Körpergröße auf rund zwei Millimeter geschrumpft ist und seine neue Heimat jede Menge Überraschungen zu bieten hat.

Glücklicherweise findet sich der pfiffige Arthur nicht alleine in der kleinen, unterirdischen Welt wieder. Schon von Anfang an befindet sich der pummelige Bétamèche an Eurer Seite und wirft Euch auch ab und an kleinere Tipps zu, die beim Weiterkommen helfen sollen. Im Gegensatz zur gleichnamigen Fassung für die portable Playstation von Sony gibt es hier keine solch ausführlichen Instruktionen, da sich der Großteil der Aktionen ohne Probleme selbst entdecken lässt.

Es ist schade, dass so gut wie alle Spiele, die auf gekauften Lizenzen basieren, einen sehr ähnlichen Inhalt bieten. Lediglich mancher Animationsfilm mit einem bestimmten Thema, wie es beispielsweise bei „Cars“ der Fall war, konnte hier eine wirkliche Abwechslung bieten. Ansonsten dreht sich auch bei „Arthur und die Minimoys“ alles darum, kleinere, selten wirklich fordernde Rätsel zu lösen, um damit neue Wege zu öffnen, wenn man nicht gerade damit beschäftigt ist, einen der gefürchteten „Seiden“ in die Flucht zu schlagen. Ansonsten springt man durch die authentischen Areale und erlebt die im Kinofilm erzählte Geschichte erneut. Immerhin hat man auf klassische Jump ´n Run Elemente nicht verzichtet, die das sonst sehr triste Spielerlebnis ein klein wenig aufpeppen. Wie bereits angesprochen, geht man nicht ganz alleine auf die Reise, den verlorenen Schatz und nicht zu vergessen, Arthurs Großvater zu finden. Die Freunde in Miniatur, Bétamèche, der schon zu Beginn präsent ist und Selenia, die etwas später dazu stößt, können in vielen Situationen aushelfen, die für den kleinen Racker kaum Aussicht auf Erfolg mit sich bringen. Diese Vorzüge der einzelnen Personen sind für das problemfreie Weiterkommen unerlässlich, weshalb man auch schon zu früher Stunde darüber aufgeklärt wird, wie man unter den Winzlingen hin und her wechselt. Neben diesen grundnormalen Sprung- und Schlageinlagen gilt es an mancher Stelle auch, Spezialaktionen auszuführen, welche jedoch lustlos präsentiert werden und zudem nur einen kleinen Druck auf die A-Taste verlangen, um fehlerfrei ausgeführt werden zu können.

Um den Widerspielwert ein klein wenig zu erhöhen, hat man noch eine halbe Hand voll recht langweiliger Mini-Spiele mit auf das Modul gepackt, welche jedoch zuerst im Abenteuer frei geschaltet werden müssen, indem man möglichst viele der „Mül-müls“ befreit. So springt man durch die Gegend, gibt den Unholden hier und da ein paar auf die Mütze und sammelt diverse Objekte. Nicht nur, dass das Spiel an sich eine sehr monotone Angelegenheit darstellt, mag auch die Technik nicht wirklich überzeugen.

Steuerung:
Steuerungstechnisch gibt es auch bei „Arthur und die Minimoys“ nicht wirklich Neues. Die verfügbaren Tasten werden dabei jedoch so genutzt, dass auch Neulinge im Videospielsektor schnell zu recht kommen. Leider fehlt manchmal die Genauigkeit, wodurch nicht selten kleinere Teile der verfügbaren Energie vergeudet werden (müssen).

Grafik:
Hier fährt man – trotz der im Film unheimlich schön gestalteten Landschaft – eine recht monotone Schiene. Die Hintergründe sind zwar nett anzusehen, lassen bei längerem Blick jedoch einen Wunsch nach mehr Detailreichtum aufkommen. Dafür sind die Animationen schön anzusehen und auch die freischaltbaren Originalbilder des Films kommen in allemal akzeptabler Qualität daher.

Sound:
Leider können auch in diesem Bereich kaum Punkte eingeholt werden. Neben der dudeligen Musik fällt jedoch besonders das ständige Rauschen im Hintergrund auf. Sehr schade auch, dass es keinerlei Möglichkeit gibt, die Musik anzupassen. Hier bleibt nur der Griff zum Lautstärkenregler.

Features:
Neben dem Hauptspiel stehen – wie bereits geschrieben – auch kleine Mini-Spiele zur Verfügung, die jedoch zu erst frei geschalten werden müssen. Ferner gibt es kleine Originalbilder aus dem gleichnamigen Kinostreifen, welche man ebenfalls zuerst erspielen muss, im Anschluss daran jedoch in Ruhe betrachten kann.

Fazit:
Nachdem die PlaystationPortable-Fassung des Lizenzspiels eine stattliche Figur machte und eine Wertung von 69% mit nach Hause nehmen durfte, macht sich beim Spielen der Gameboy-Version Ernüchterung breit. Spielerisch unausgewogen und zudem sehr anspruchslos, kann auch die Technik nicht überzeugen. Es ist schade, dass man sich auf die aktuelle Handheld-Generation konzentriert und daher die alten Systeme stark vernachlässigt. Auch jener, der keinen der aktuellen Handhelden besitzt, sollte sich hier genau überlegen, ob er sein Geld wirklich in diesen Titel investieren möchte und nicht lieber zu gelungeneren Alternativen greift. Wer die Möglichkeit hat, sollte zur PSP-Version greifen! Die Zeiten guter Spiele für unseren Liebling scheinen gezählt.



Max Zeschitz [Zeschitz] für planetgameboy.de



Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
47%
Üblicher Lizenz-Einheitsbrei Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Hier ist alles im akzeptablen Bereich.
  Features Bilder, Minispiele, sonst nichts Besonderes.
  Grafik Animationen in Ordnung, doch Eintönig und wenig Detailreich.
  Sound Der Griff zum Regler ist gewiss!
  Spielspaß Kaum reizvolles Spielerlebnis.







Details
Spielname:
Arthur und die Minimoys

Publisher:
Atari

Genre:
Adventure

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:


Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop