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Final Fantasy V


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Final Fantasy VReview vom 24.05.2007

Wer seine Handfläche öffnet und die Innenseite näher betrachtet, wird sie erblicken können, die so genannte Lebenslinie. In der Chiromantik wird diese Furche in der Hand auch liebevoll Vitalis genannt und gegen den gängigen Irrglauben, dass die Länge dieser Runzel, über die Länge des Lebens Aussage gibt, glauben die Chiromantiker, dass Regelmäßigkeit, Tiefe, Breite, Länge, Verlaufsform und Schwankungen eine Aussagekraft über die Vitalität eine Menschen haben. Man darf natürlich hierüber geteilter Meinung sein und allen Wahrsagern zum Trotz einen kräftigen Händedruck zum Abschied geben, doch eine Tatsache sollte dem treuen Game Boy Advance Spieler klar sein: Der Lebenslinie des Spieljungen hatte Höhen sowie Tiefen und neigt sich langsam, aber unaufhaltsam dem Ende zu. Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.
Doch bevor der Retrospieler seine GBA-Module nur noch im Schacht des Nintendo DS verschwinden lässt und alle Schaltjahre die alten Perlen hervorkramt, möchte Square-Enix noch einige echte Highlights auf die Menschheit loslassen. Beim vorletzten Höhepunkt sind wir nunmehr angelangt und vor wenigen Wochen durfte Final Fantasy V bei uns Vorlieb nehmen. Wir haben natürlich diesen Klassiker näher unter die Lupe genommen, da zahlreiche Nintendofans noch immer nicht in den Genuss dieser SNES-Perle gekommen sind. Warum? Schlichtweg aus dem Grunde, dass Teil 5 der epischen Saga nie über den Teich gewandert ist und sich aus den Fängen der japanischen Sprache nicht befreien konnte. Wer mehr über die Geschichte und den Zahlenwirrwarr der Serie erfahren möchte, dem sei unser DS-Bericht zu Final Fantasy III ans Herz gelegt. Doch bevor es ans Eingemachte geht wollen wir euch ein wenig über die Geschichte des Klassikers erzählen.

Der Final-Fantasy-Fan wird wissen, dass in diesen Universum das Gleichgewicht der Welt, die Balance zwischen Gut und Böse auf den Schultern von besonderen Kristallen lasten. Auch in diesem Abenteuer ist es nicht anders und das Schicksal nimmt schon früh seinen Lauf. Ein Meteor stürzt auf die Erde und schrecklicher Weise zerspringt der Windkristall in tausend Scherben. Das Gleichgewicht wankt und könnte aus den Fugen geraten, wenn nicht vier tapfere Recken wären, die dieses Unheil am Schopfe packen und gemeinsam auf eine große Reise gehen. Es beginnt die Erzählung bei dem jungen Weisen Bartz Klauser, der mit seinem gelbgefiederten Chocobo die Welt bereist. Als der Sternenstein einschlägt, trifft er die Prinzessin von Tycoon, die auf der verzweifelten Suche nach ihrem Vater und Hüter des Windschreins ist. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und treffen Galuf Doe, der von Amnesie geplagt wird. Da dieser mehr über seine Vergangenheit erfahren möchte, tritt er der Truppe bei und last but not least schließt sich die Piratenbraut Faris Scherwiz der Gruppe an, da sie sich wundert warum die Prinzessin, das gleiche Amulett wie sie trägt. So schließt sich der Kreis und ein neues Abenteuer der vier Ausgewählten „Krieger des Lichts“ kann beginnen…

Wenn man sich die Story des Spiels genauer anschaut, erkennt man einfach das bekannte Schema-F von Square dahinter. Vier Helden gehen auf die Reise, schützen Kristalle und retten die Welt. Auch die Kritiker aus der SNES-Ära hatten so ihre Zweifel, ob diese schon für damalige Verhältnisse, altbackene Story noch fruchten kann. Doch siehe da, das zweite FF-SNES-Abenteuer aus dem Jahre 1992 hat in Japan seine Anhänger gefunden, was mitunter daran lag, dass neue Serienperlen wie Breath of Fire oder Seiken Densetsu erst später erschienen sind. Dennoch hat es nicht gereicht, dass dieses Spiel es vor den PSone-Zeiten in den Westen schaffte.

Zwei ganz verschiedene Dinge behagen uns gleichermaßen: Die Gewohnheit und das Neue.
Doch was machte Final Fantasy V so besonders? Das Kampfsystem hat sich wenig verändert und auch neue Zaubersprüche sind noch immer altbekannt. Die fünfte Instanz der Saga war eigentlich berüchtigt für ihr überarbeitetes Jobsystem. Erste Elemente dieser Spielmechanik konnte man schon in Final Fantasy III begutachten und nun spinnt man die Geschichte weiter. Die Splitter der zerstörten Elementkristalle beherbergen die Fähigkeiten vergangener Krieger und jedes Mal, wenn die Truppe während des Abenteuers in Kontakt mit dem glitzernden Mineral kommt, schleichen sich neue Berufe in das System ein. Anders als ein stures und gradliniges „Der Bäcker bäckt täglich seine Brötchen“-Prinzip kann ein gelernter Held auch später seinen Beruf wechseln, gelernte Fähigkeiten bleiben aber bestehen und können flexibel variiert werden. So kann ein Krieger, der gelernt hat, mit Weißmagie umzugehen, diese Begabung auch später nutzen. Im Laufe des Abenteuers können mehr als 20 Berufe erlernt werden. Darunter der Alchemist, der die Wirkung von Tränken und Tinkturen verbessern kann; der Geomant, welcher die Kräfte der Natur zueigen macht; der Zeitmagier, mit der Macht über Zeit und Raum; der Samurai, ein Meister der Schwertkunst oder der Berserker, mit unübertroffener Schlagkraft. So wechselt der Spieler stets zwischen den Berufen hin und her und kreiert so nach und nach seine persönliche Angriffstruppe, mit ganz besonderen Fähigkeiten und Talenten. So kann beispielsweise ein Dieb versteckte Gänge sichtbar machen, der Ninja kann Rauchbomben werfen, um unbemerkt zu fliehen oder Blaumagier schaut sich die Sprüche der Gegner ab und erlernt diese.

Wer mit den Fähigkeiten nicht gut taktiert, kann den Schwierigkeitsgrad des Spiels unnötig in die Höhe treiben, denn manche Kombinationen von Gaben haben ungeahnte Nebeneffekte oder bringen einfach keinen Vorteil. Hier ist ausprobieren angesagt, bis das Dream-Team so ausschaut, dass es jeder Monsterhorde trotzt.

Der Mondschein im Fluss offenbart den Silberschatz alter Sagenwelten.
Ansonsten bietet Square-Enix die gewohnt gute Kost aus der SNES-Ära. Damit der Spieler sich aber nicht mit einem simplen Remake anfreunden muss, gibt es einige kleine Detailänderungen die sich durch die gesamte GBA-Serie schleichen. So hat man ein wenig am Sound gearbeitet und diesen aufpoliert. Hier und da wurden auch Umgebungsgrafiken nachgebessert und neue Elemente eingebaut. Ein zusätzlicher Dungeon soll selbst den Kenner der Serie dazu bewegen, sich das Abenteuer im Hosentaschenformat zu erwerben und natürlich darf man das bekannte Monsterlexikon nicht vergessen. Denn nur wer seine Feinde kennt, weiß, wie er im Kampf gegen sie bestehen kann. Je öfter man ein Ungetüm begegnet, desto mehr Details wie Hitpoints, Schwächen, etc. werden aufdecket. Natürlich arbeitet man wieder mit dem „Schere-Stein-Papier“-Prinzip und mit den richtigen Attacken oder Zaubersprüchen jagt man seine Gegner schneller ins Boxhorn.

Was den Umfang des Spiels angeht, wird man einige Zeit daran gefesselt sein, obgleich die Story recht linear und vorhersehbar ist. Auch wenn man das Schema-F von Square-Enix kennt, wird man gut und gerne weitaus mehr als 20 Stunden mit den vier Protagonisten verbringen und auf seiner Reise zahlreiche Queste erleben. Square-Enix hat sich darauf konzentriert, einen ganz eigenen Humor mit Charaktergestik zu erzeugen, welcher stellenweise ein Schmunzeln auf das Gesicht des Spielers zaubert.

Steuerung:
In Sachen Menüführung bleibt man recht klassisch, obwohl auch erste Elemente zur Vereinfachung eingebaut wurden. So ist es schnell möglich nach einem Berufwechsel auch die Waffen der Helden anzupassen und zu optimieren, denn ein Magier ist im Umgang mit dem Schwert nicht ganz so elegant, wie ein Ritter oder Dragoon. In Sachen Navigation ist somit alles Tip-Top. Ansonsten bleiben die alten Mankos, dass die Schriften im Menü recht klein gehalten sind und auf Dauer das Lesen anstrengend gestalten. Man gewöhnt sich zwar an diese Tatsache, dennoch ist diese Lösung noch immer suboptimal. Das Kampfsystem verläuft wieder nach dem „Active-Battle“-Prinzip. Sprich, nach jedem Schlag oder Zauber muss eine gewisse Zeit ablaufen, damit man neu fokussieren und loslegen kann.

Grafik:
Optisch hat man es mit einer gelungen Umsetzung des SNES-Klassikers zu tun, obgleich die Grafik für heute Verhältnisse natürlich mehr als altbacken ist. Wenige Animationsphasen, recht kleine Figuren und Schriften. Zu den modernsten Elementen des Spiels in grafischer Hinsicht gehörten die Effekte auf der Weltkarte im typischen Mode-7. Somit simulierte man eine 3D-Perspektive in einer 2D-Welt. Hey, in den frühen 90ern war dies revolutionär!

Sound:
Seit dem Gedudel am TV zu SNES-Zeiten hat sich zumindest etwas getan und die Entwickler haben sich gesagt, dass bei einem Remake Verbesserungen in Sachen Sound am ehesten akzeptiert werden. Hier hat man einen kleinen Anstieg in der Qualität zu verbuchen und so bekommt der Spieler eine gesunde Mischung aus melodischen Klängen und knackigen Sounds.

Features:
Neben dem mehr als umfangreichen Abenteuer gibt es zahlreiche Berufe zu erlernen, einen ausführliche Monsterfibel, schier unzählbare Arten von Waffen und Zaubersprüchen und so ziemlich alles was das Rollenspielerherz begehrt.

Fazit:
Final Fantasy V mag zwar von der Story her nicht ganz so ausgereift sein wie vergleichsweise Teil IV oder VI, dennoch versprüht die Serie ihren ganz eigenen Charme und nach der langen Zeit des Wartens, kommen endlich die Nintendo-Fans in den Genuss der im Westen nicht veröffentlichten Titel. Wer schon mit der Final-Fantasy-Welt angefreundet hat und die Anfänge der Serie erkunden möchte, dem sei dieser Titel wärmstens zu empfehlen. Selbst manch Neuzeitrollenspieler wird diesem Spiel noch etwas abgewinnen können und die Wartezeit auf das finale Highlight aus dem Sektor verkürzen können. Final Fantasy VI lässt grüßen.



Kevin Jensen für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
82%
Fans der Serie werden sich die Finger lecken. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Einfach und durchdacht.
  Features Monsterfibel und Zusatzdungeon.
  Grafik Leicht veraltet, aber mit Mode-7-Effekten.
  Sound Gute Kompositionen, mäßige Effekte.
  Spielspaß Fesselt lange, aber viele Zufallskämpfe.







Details
Spielname:
Final Fantasy V

Publisher:
Nintendo

Genre:
Rollenspiel

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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