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Danny Phantom - Dschungelstadt


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Danny Phantom - DschungelstadtReview vom 21.05.2007

Die Vermarktung von Serienhelden in Form von Videospielen scheint ein recht lukratives Geschäft zu sein. Dies wäre zumindest eine Erklärung für die große Anzahl von Lizenztiteln auf dem Markt. Der Held, um den es heute geht, heißt Danny Fenton. Bis er das Labor seiner Eltern in die Luft jagte, war er ein ganz normaler, vielleicht sogar etwas schüchterner Junge. Doch bei der Detonation vermischte sich seine DNA mit der von Geistern und somit wurde er zum Gespenster jagenden Superhelden „Danny Phantom“. Seitdem ist er mit jeder Menge paranormalen Kräften ausgestattet, die er dazu verwendet, Spukgestalten zu bekämpfen und das eine oder andere Mal die Welt zu retten.

Mit dem Spiel „Danny Phantom – Dschungelstadt“ hat Danny nun seinen neuesten Auftritt auf den Nintendo-Handhelds. Diesmal wird seine Stadt vom bösen Mister Unterholz heimgesucht, der alle Bewohner versklaven möchte und die Stadt mit Unkraut zumüllt. Jenem Schurken sollte unser Held also schleunigst das Handwerk legen. Die Frage, ob der Titel ein Recht auf euer sauer verdientes Taschengeld hat, versuchen wir mit diesem Test zu klären.

Wer den Vorgänger Danny Phantom ‑ Sein größter Gegner für den GBA besitzt beziehungsweise kennt, dem sei gesagt, dass das neue Spiel nicht als Jump n Run daherkommt, sondern es sich um einen klassischen Shooter handelt. Der Aufbau des Spiels ist dabei recht simpel. Man durchfliegt in fast allen Welten als Danny Phantom die Level von links nach rechts und ballert alles nieder, was sich einem nähert. Dazu stehen euch Dannys Spezialkräfte und der Plasmastrahl zur Verfügung. Letzteres stellt dabei die Standardwaffe dar und kann durch Einsammeln von Power-Ups sowohl in der Feuerfrequenz, als auch in der Zerstörungskraft modifiziert werden. Spezialkräfte gibt es zwölf an der Zahl, die jedoch im Abenteuer erst freigespielt, beziehungsweise erlernt werden müssen. Sie lassen sich dabei in zwei Klassen unterteilen. Die Einen dienen dem effektiven Ausschalten der Gegner und mit den Anderen lassen sich Geister fangen.

Bevor man in einem Level loslegt, kann man sich aus den bisher freigespielten Spezialeigenschaften drei heraussuchen, die einem dann in dieser Mission zur Verfügung stehen. Hier sollte man auf jeden Fall die mit aufnehmen, die es dem Helden erlaubt Geister zu fangen. Denn zu den Features des Spiels zählt unter anderem ein so genannter Bosskampfmodus, den ihr nach dem ersten Durchspielen freischalten könnt. Um in diesem Modus gegen alle Endgegner antreten zu können, muss man von jedem Gegnertyp, der im Hauptspiel auftaucht, ein Exemplar eingefangen haben. Hat man dies erledigt und anschließend alle Bosse im Kampfmodus besiegt, schaltet man noch eine spezielle Endsequenz frei. Wie viele Gegner einem noch fehlen, kann man übrigens in der Geistergalerie nachschlagen.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels wirkt größtenteils durchdacht und gestaltet sich recht einfach. Der wichtigste Knopf neben dem Steuerkreuz, wie sollte es bei einem Shooter anders sein, der A‑Knopf. Mit ihm wird die Standartwaffe abgefeuert. Deshalb sollte man diesen Button am Besten gleich mit etwas Tesa im gedrückten Zustand fixieren, denn die Gelegenheit zu einer Feuerpause wird einem im Spiel recht selten gewährt werden. Schultertasten werden dazu gebraucht, verschiedene Schusswaffen zu wechseln beziehungsweiße die Art des Lasers zu bestimmen (unterschieden wird hierbei in rote und blaue Strahlen, welche verschiedene Arten von Monstern erledigen können).

Grafik:
Die einzelnen Level des Spiels wurden komplett in 3D–Grafik umgesetzt. Man hat dabei aber Wert darauf gelegt, den comicartigen Stil der Serie beizubehalten. Danny und die Gegner sind dagegen einfache 2D-Sprites. Unterschiede zur DS-Version sind – wie auch bei anderen Punkten so gut wie gar nicht vorhanden. Wenn man die detailarme Optik der Gegner mit einem Wort beschreiben müsste, würde einem wahrscheinlich sofort das Wort „lausig“ durch den Kopf schwirren. Lediglich die Endbosse bilden hier teilweise eine Ausnahme, da manche von ihnen doch recht annehmbar aussehen – auch wenn der GBA hier ebenfalls nicht an seine Leistungsgrenzen gebracht wird. Die alltäglichen Monster scheinen da wohl schon eher aus dem früheren GBC ausgebrochen zu sein, um ihr neues Zuhause auf dem Advance zu suchen. Auch die Explosionseffekte sind absolut nicht mehr auf der Höhe der Zeit, etwas mehr wäre auch für den Game Boy sicherlich möglich gewesen.

Sound:
Die musikalische Untermalung des Spiels ist eher mittelprächtig. Es gibt zwar ca. 40 verschiedene Hintergrundmelodien, die man auch alle in einem Soundtest anhören kann, aber sie klingen doch allesamt recht ähnlich. Dies führt dazu, dass der Sound nach einer Weile etwas nervig wird und da hilft dann nur der Lautstärkeregler. Eine softwareseitige Option zum Verringern der Lautstärke beziehungsweise dem Deaktivieren der Hintergrundmusik fehlt dem Spiel nämlich gänzlich. Nachteil der Aktion ist natürlich, dass damit auch die sonstigen Spielgeräusche futsch sind. Von den sonstigen Soundeffekten sollte man sich auch nichts Besonderes erhoffen. Dies ist so auch alles 1:1 auf dem GBA möglich.

Fazit:
Shooter sind in der Regel für einen recht hohen Schwierigkeitsgrad bekannt und führen damit bei vielen Spielern schnell zu Frustrationen. „Danny Phantom – Dschungelstadt“ bildet hier eine rühmliche Ausnahme. Da man bei der Entwicklung des Spiels nicht den Hardcoregamer, sondern vor allem die Fans der Serie im Auge gehabt hat, spendierte man dem Werk eine Option zum Einstellen der Schwierigkeitsstufe (Leicht, Normal und Schwer). Wer also diesbezüglich bedenken hatte, kann beruhigt sein, das Spiel ist wirklich für Spieler jeden Alters und Geschicks schaffbar. Man sollte den Level allerdings nicht zu niedrig ansetzen, da man das Spiel sonst recht schnell durchgespielt hat. Herausragende Features oder neue kreative Gestaltungsideen wird man bei diesem Titel allerdings vergeblich suchen. Wer ein Fan der Serie ist, mit der Art von Spielen etwas anfangen kann, sich nicht zu den Grafikfetischisten zählt und sich bewusst ist, dass es sich hier um einen klassischen Vertreter des Genres handelt, bei dem man keine Experimente einging, der kann einen Blick riskieren – alle anderen sollten lieber die Finger vom Game lassen.



Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
61%
Eintöniges Ballerspiel vom Allerfeinsten. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Sinnvoll belegt und gut umgesetzt.
  Features Freispielbare Inhalte und wählbare Schwierigkeitsstufen.
  Grafik Zweckmäßig, aber nicht gerade das Gelbe vom Ei.
  Sound Monotones Gedudel, meist nervend.
  Spielspaß Gleichbleibendes Rumgeballer für Zwischendurch.







Details
Spielname:
Danny Phantom - Dschungelstadt

Publisher:
THQ

Genre:
Adventure

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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