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Sims 2: Haustiere


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Sims 2: HaustiereReview vom 21.02.2007

Vor gar nicht allzu langer Zeit, genauer gesagt vor sechs Jahren, veröffentlichte ein Entwicklerteam von Maxis den ersten Teil einer Spieleserie, die sich gewaschen hatte... Viele Spiele brachten den Käufer bereits zuvor in die Welt des Krieges, schickten ihn in vergangene Zeitalter oder simulierten die verschiedensten Sportarten, doch kein Entwickler nahm sich das „echte Leben“ vor, um es zu digitalisieren. Dass „Die Sims“ wohl ein Vorreiter in diesem Sektor war, in welchem man außer den täglichen Aufgaben des Lebens nichts weiter zu tun hat, gehörten zu den Hauptgründen dafür, dass der Titel mit seinen unzähligen Add-ons das bis dato meist verkaufte PC-Spiel ist. Schon seit einigen Jahren schrecken die kleinen Figuren mit dem sich drehenden Kristall über der Rübe nicht mal mehr vor Handheld und Konsole zurück. Ob Playstation, GBA, Nintendo DS oder Playstation Portable – jedes System bekam sein „eigenes“ Spiel spendiert. Weder auf dem Nintendo DS, noch auf der PSP von Sony machte das Spiel aber eine besonders vorbildliche Figur – wie sieht es auf dem guten alten Game Boy aus? Wir haben uns den Titel über längere Zeit genauer angesehen und berichten in folgenden Zeilen von unseren Erlebnissen. Der für manche Spieler nervige und für andere unglaublich spaßige Prozess, einen eigenen Protagonisten zu erstellen, ist natürlich auch hier das erste, was auf der Tagesordnung steht, nachdem man das Spiel gestartet hat. Hier zeigt sich das Spiel von seiner gewohnt guten Seite, denn es gibt wieder unzählige Kleidungsstücke, die man seinem Männchen oder Weibchen überziehen kann, einige verschiedener Frisuren samt Haarfarben und zudem noch die Möglichkeit, seinem ganz persönlichen Sim auch einiges an Persönlichkeit zu verleihen: Ob sportlich, extrovertiert, schüchtern oder andere Eigenschaften – es gibt kaum etwas, was man nicht nach eigenem Wunsch ändern bzw. beeinflussen kann.

Angekommen in „Amseldam“, so die Stadt in welcher der aktuelle Teil angesiedelt ist, gibt es allerlei Freizeitangebote. So finden sich in der Innenstadt, wie man es auch aus dem echten Leben kennt, Geschäfte und diverse Wohnungen. Unter anderem befindet sich hier auch die Wohnung des eigenen Sims. Schon beim ersten Betrachten der Innenstadt fällt die Auslegung auf Tierprodukte aller Art ins Auge. Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist der sog. „Pfoten-Plaza“, der den zentralen Park der Stadt darstellt. Hier trifft man sich, um über aktuelle Themen zu sprechen, den Hund auszuführen oder einfach nur ein Wiedersehen mit Freunden zu veranstalten. Diese Interaktion zwischen zwei Sims spielt eine große Rolle, da sie bestimmte Bedürfnisse des Protagonisten stillt. Die Unterhaltungen zweier Parteien laufen allerdings ein wenig umständlich ab, was bedeutet, dass die Gesprächsthemen nicht mit einem Klick, sondern über ein unverständliches Auswahlsystem ablaufen, bei welchem man gar nicht selten ein Thema anwählt, das den Gegenüber mehr als nur langweilt.

Für viele, die bereits eines oder mehrere der bereits älteren Teile zu ihrer Sammlung zählen können, ist vor allem der Punkt der Haustiere interessant. Hier hat sich Electronic Arts einiges einfallen lassen, um den Spieler für viele Stunden zu beschäftigen. So befindet man sich zu Beginn, wie bereits angesprochen, in einer Stadt, in der es nur so von Haustier-Liebhabern wimmelt. Ein jeder besitzt mindestens (!) einen vierbeinigen Freund. Demnach ist auch hier die oberste Devise, sich einen pelzigen Freund zuzulegen, um den man sich kümmern kann bzw. muss. Leider fiel die Auswahl hier recht mau aus und so gibt es lediglich Hunde und Katzen – zwar sind dies unbestritten die beliebtesten Haustiere in unseren Breitengraden, doch Freunde von exotischen Tierchen kommen hier keineswegs auf ihre Kosten. Dafür stehen dem Tierfreund von Hund und Katze jede Menge Möglichkeiten zur Verfügung, aber gleichzeitig auch ein riesiger Haufen Arbeit. So muss man sich praktisch ständig, wenn man nicht gerade auf der Arbeit ist oder die üblichen Veränderungen am Eigenheim vornimmt, um seinen kleinen Kläffer kümmern. Kauft ihm ein neues Körbchen oder geht mit ihm in den Park, so steigt die Zuneigung und der vierbeinige Pelz ist froh. Dennoch ist es erfreulich, dass sich das Tierchen auch alleine beschäftigen kann, zwar immer da, jedoch meist nicht auf der Bildfläche zu sehen ist. Mit einem kurzen Pfiff kommt es jedoch schnell wieder zu seinem Herrchen. Kommt man den täglichen Wünschen seines neuen Mitbewohners nach, so beeinflusst dies auch die Gemütslage des Herrchens und wer seinem felligen Freund viel Aufmerksamkeit schenkt, der darf sich auch daran wagen, dem wandelnden Flohzirkus einige nette Kunststücke beizubringen, die man den anderen Tierverliebten auch gerne zeigen darf.

So lebt man zusammen mit seinem Hund (bzw. seiner Katze), geht diversen Teilzeitjobs nach, um das Geld für die täglichen Bedürfnisse einzutreiben, kümmert sich um die Tierchen und teilt seine Freude daran mit den Bewohnern von Amseldam. Nebenbei kann man seine Wohnung nach eigenem Wunsch umgestalten oder sich um einen richtigen Arbeitsplatz kümmern. Primär dreht sich jedoch alles um die kleinen vierbeinigen Freunde.

Steuerung:
Genau wie das Spielprinzip, so ist auch die Steuerung denkbar einfach. Die Tastenbelegung wirkt ausgewogen und ist zudem einsteigerfreundlich und intuitiv. Wer schon vorige Titel der Serie in den Schacht hat wandern lassen, wird sich natürlich sofort heimisch fühlen.

Grafik:
Optisch sieht „Sims 2 – Haustiere“ größtenteils recht ordentlich aus. Zwar sind manche Details ein wenig verpixelt und auch die Texturen lassen an einigen Stellen zu Wünschen übrig, doch im Großen und Ganzen muss sich das Spiel nicht vor anderen Titeln verstecken – wenn man mal von Grafikbomben wie „V-Rally 3“ absieht.

Sound:
Die lustigen Geräusche der Sim-Bewohner sind natürlich ebenso mit an Bord wie eine Hand voll sinnlich-entspannender Melodien, die manchem Spieler allerdings schon nach wenigen Stunden auf die Nerven gehen werden. Ein wenig mehr Abwechslungsreichtum hätte dem Titel sicherlich sehr gut getan und zudem die Ohren des Käufers geschont. Die Effektgeräusche zeigen sich weder von einer besonders schönen noch von einer extrem nervigen Seite. Das Mittelfeld ist unsere Baustelle.

Features:
„Sims“-Spiele scheinen mit schier unendlich vielen Features und Besonderheiten ausgestattet zu sein, doch im Grunde sind alle Dinge, die man bei anderen Spielen hoch loben würde, hier schon zum Standard geworden: Unendlich viele optische Einstellungen, ein großes Gebiet, in dem man agieren kann, viele außergewöhnliche Aktivitäten, mit denen man die Zeit verbringen kann und unzählige andere Sachen, die den Spieler für Stunden vor das kleine Display fesseln. Bis man alles gesehen und ausprobiert hat, werden in der Regel mehrere Wochen vergehen.

Fazit:
Mit „Sims 2 – Haustiere“ erscheint eine abgespeckte Version des PC-Spaßes auch auf dem alteingesessenen Handheld von Nintendo. Zwar haben wir hier nicht die nervigen und zeitraubenden Ladezeiten, mit denen wir uns bei der PSP herumärgern mussten, jedoch wirkt auch hier das Konzept ein wenig unschlüssig. Zwar ist es die Hauptaufgabe, das Tier zu hegen und zu pflegen, jedoch in einer Form, die nicht den Kauf eines neuen Spiels rechtfertigt. Die Möglichkeiten zwischen „Mensch“ und Tier sind zwar an manchen Stellen enorm groß, wie beispielsweise das Feature, den Kleinen bestimmte Kunststücke beizubringen, hätten woanders allerdings viel umfangreicher ausfallen können. So wäre es toll gewesen, eine Art Hundeschule einzurichten, in der man simultan arbeiten und sich um seinen kleinen Wollknäuel kümmern kann. Technisch ist das Spiel auf einem akzeptablen Niveau und auch der Umfang geht in Ordnung – zumindest dann, wenn man ihn nicht mit der Fassung für den Computer vergleicht. Jeder, der Blut geleckt hat, sollte sich den Titel zuerst einmal genauer ansehen, nach Möglichkeit auch Probespielen, da es außer dem Punkt der Haustiere nicht viel Neues zu sehen gibt. Wer auch auf dem GBA virtuell leben möchte, auf bellende und kratzende Vierbeiner aber verzichten kann, ist mit dem günstigeren „Sims 2“ mit Sicherheit vollkommen zufrieden.


Max Zeschitz für PlanetGameboy.de


Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
76%
Nicht gerade tierisch neues Konzept, aber unterhaltsam. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Gewohnt intuitiv auch mit wenigen Tasten
  Features Im Vergleich zu anderen Versionen stark abgespeckt
  Grafik Hier und da etwas pixelig, ansonsten in Ordnung
  Sound Hier wäre deutlich mehr gegangen
  Spielspaß Leider nichts wirklich motivierendes, was es nicht schon gab







Details
Spielname:
Sims 2: Haustiere

Publisher:
EA

Genre:
Adventure

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:


Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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