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Zone of the Enders: The Fist of Mars


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Zone of the Enders: The Fist of MarsReview vom 12.06.2002

Zone Of The Enders-The Fist Of Mars ist nicht, wie man erwarten könnte, ein 3D-Mech-Shooter wie sein Playstation2-Pendant. Im Gegenteil, Advance Wars lässt grüßen. Warum jedoch AW-Fans erstmal weiterlesen sollten, bevor sie ins Geschäft rasen, lest ihr hier:Worum zum Geier gehts eigentlich?
2173. Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Die Menschheit hat die behindernden Sphären des Mutterplaneten Erde durchbrochen und drängt zu neuen Grenzen. Erstes Ziel der kolonialfreudigen Ex-Affen war Nachbarplanet Mars, auch heute schon das Ziel der Wünsche aller Mini-Kirks und Möchtegern-Picards.
Viele Jahre sind nun vergangen, seitdem der Rote Planet besiedelt wurde. Auseinandersetzungen mit dem Mutterplaneten führten dazu, dass die Marsianer als minderwertiger als Erdenbürger angesehen werden. Statt Terraner nannte man sie nun "Ender". Zwar steht der Mars immer noch unter der Verwaltung der Erde, doch es regt sich bereits Widerstand in den Reihen der Ender, die Gleichberechtigung und Frieden fordern.
Cage, ein junger Bewohner des Schiffes Bonaparte III gerät unerwartet in die Fronten zwischen der Unabhängigkeitsbewegung und den Mechs der Erd-Administration. Mit Hilfe des Super-Mechs Testament versucht er, Gut und Böse auseinander zu halten, was im Laufe der Zeit nicht mehr ganz so einfach ist...

Zone of the Enders-Fist of Mars ist nicht die GBA-Version des PS2-Games Zone of the Enders. Während man auf der großen Konsole im Cockpit der Mechs sitzt präsentiert Konami auf Nintendos Kleinem ein waschechtes Strategiespiel, welches anfangs stark an Advance Wars erinnert. Ihr schlagt euch auf verschachtelten Hintergründen mit den Gegnerhorden und versucht, möglichst gute Geländepunkte zu finden, in denen eure Fahrzeuge weniger Schaden nehmen und schneller navigieren können. Schneller navigieren? Ja, denn Konami geht bei ZOE einen ganz neuen Weg: Kommt es zum Kampf wechselt ihr in einen Kampfbildschirm, in dem ihr aus dem Cockpit eures Mechs per Fadenkreuz den Gegner aufs Korn nehmt. Bestimmte Punkte an der Rüstung des Gegenüber laden zu kritischen Schlägen ein, Randtreffer ziehen dementsprechend weniger ab. Eigentlich eine nette Idee, welche aber leider nach einiger Zeit ziemlich zu nerven anfängt. Man kann das IAS (interactive action sequence) auch abschalten, hier verringern sich eure Chancen jedoch gewaltig, da aufgrund der Fähigkeit des Ausweichens nach einer Zeit der Gewöhnung kein Gegnerischer Schuss mehr trifft. Dafür stirbt euer Daumen, der vom andauernden Joypad-Kreisen Blasen bekommt. Wenigstens hat man an eine Quicksave-Funktion gedacht, so dass man das malträtierte Körperteil mal in kaltes Wasser tauchen kann. Nachteil der ganzen Sache: Das Spiel wird verdammt einfach und wird eigentlich nurnoch gezockt, um die Zwischensequenzen zu sehen.
Die Zwischensequenzen sind etwas, bei dem sich die Geister scheiden. Wer auf Japanische Mangas steht kommt hier voll auf seine Kosten. Wer lieber schnell ins Geschehen will kann die Texte auch abbrechen, verringert damit aber seine Spielzeit um über die Hälfte. Denn Konami nimmt sich Zeit. Viel Zeit. Zuviel Zeit! In elendlangen Texttafeln (zum Glück in Deutsch, jedoch recht schwach übersetzt) wird euch die (gute) Story präsentiert, die meiste Zeit des Spiels verbringt ihr mit Lesen. Nicht unbedingt das, was man von einem Strategiegame erwartet.

Steuerung: Die ist bei ZOE teilweise wie bei Advance Wars, teilweise wie ein typischer Arcade-Shooter, bei dem man viel Glück und Übung braucht. Nach einer Weile beherrscht man das IAS jedoch und schafft auch erste kritische Treffer. Dennoch hätte man die Steuerung einen Tick genauer machen können, auch reagiert der Feuerknopf manchmal etwas träge.

Grafik: Hier hat sich Konami auf jeden Fall ins Zeug gelegt. Die Zwischensequenzen sind hübsch gestaltet, ebenso die Hintergründe der Kampffelder. Der Mode 7-Effekt der IAS hätte jedoch etwas ausgefeilter sein können, ein richtiges Fluggefühl mag nicht aufkommen. Die Animationen der Mechs sind auch mau, etwas mehr hätte besser ausgesehen. Wenigstens erkennt man aufgrund der hellen Farben auch in dunkleren Gegenden was auf dem Schirm.

Sound: Futuristisch, martialisch und erstaunlich gut komponiert. Die Stärke von ZOE. Die Soundeffekte sind in Ordnung. Auf dem GBA hat man jedoch auch schon besseres gehört. Insgesamt Durchschnitt.

Features: Quicksave, mehrere Speicherslots und drei verschiende Spielbildschirme. Aufgrund der langen Text-Sequenzen auch nicht sofort durchgespielt. Nur dem sehr einfach Strategiepart (der eigentlich eher ein "Ich-kann-besser-als-du-ausweichen"-Part ist) fehlt ein wenig an Substanz, AW-Gamer fordern hier mehr!

Fazit:
Etwas lahme Japano-Strategie, der ein anderes Kampfsystem und weniger Zwischensequenzen gut getan hätte. Soundtechnisch solide und dank deutscher Übersetzung auch gut zu verstehen hat man mit einem "Killerdaumen" bald das Ende gesehen. ZOE kann durchaus Spaß machen, ist aber auch sehr mühselig.


by chris [Trunx]

WERTUNG:
68%
Schwerfällige Runden-Strategie mit Action-Einlage Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Der Todfeind aller Daumen, etwas langsam
  Features Save-Funktionen, aber nix neues
  Grafik Satte Farben, jedoch zu wenig Bewegung im Game
  Sound Gute Musik, Standart-Soundeffekte
  Spielspaß Für Story-Freaks und Japanophile







Details
Spielname:
Zone of the Enders: The Fist of Mars

Publisher:
Konami

Genre:
Strategiespiel

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:


Screenshots:

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