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Fire Emblem: The Sacred Stones


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Fire Emblem: The Sacred StonesReview vom 29.10.2005

Na, wer erinnert sich noch an den 16. Juli 2004? Ein grandioser Tag für Strategie-Fans! Fire Emblem („Blazing Swords“) erscheint in Deutschland. Intelligent Systems erschaffen einen Meilenstein der Videospielbranche. Bereits binnen kürzester Zeit räumt das Spiel so ziemlich in jedem Magazin Höchstnoten ab und gewinnt sogar einige Preise. Jetzt, mehr als ein Jahr später, erwarten wir getrost den Nachfolger dieses grandiosen Knüllers – erneut spitzenmäßig oder gleiches Spiel mit anderem Namen? Dies und noch viel mehr erfahrt ihr im Test – Let’s FETSS!Erinnern wir uns zurück: Lyn, Eliwood und Hector kämpften gegen … halt, Moment! Das hat doch gar nichts mit der Story aus Sacred Stones zu tun! Anders als der nur in Japan erschienene 6. Fire Emblem Teil Fûin no Tsurugi hat The Sacred Stones rein gar nichts mit dem ersten, europäischen Teil zu tun. Doch nun von Anfang an die Story:

In einem längst vergangen Zeitalter überfluteten teuflische Kreaturen das gesamte Land, und die Menschheit drohte auszusterben. In ihrer Verzweiflung beteten die Menschen, und ein vom Himmel her kommendes, blendendes Licht machte den Menschen wieder Hoffnung. Die Sacred Stones – diese fünf Schätze beinhalteten die Macht, das Böse zu vernichten. Die Helden Grados nutzten die Sacred Stones um gegen das Böse anzukämpfen. Sie vernichteten den Dämonen König und verbannten schließlich seine Seele in diese Steine. Nach dem das Böse vernichtet war, kehrte Frieden nach Magvel zurück – aber dieser Friede wird nicht länger andauern. Fünf Königreiche: Renais, regiert von König Fado, Frelia, dessen Anführer Hayden, Jehanna, unter der Führung der wünderschönen Königin Ismaire, das Königreich von Rausten, sein König Mansel, und schließlich das Grado Imperium, regiert von Vigarde – diese fünf Königreiche des Kontinents Magvel verbindet die macht der Sacred Stones. Wir schreiben mittlerweile das Jahr 803. Das Leben in Magvel wird durch einige unschöne Ereignisse geprägt. Das Grado Imperium, das größte Königreich der Sacred Stones Nationen, ist auf Befehl Vigardes in Renais eingedrungen. Renais hat keine Chance sich zu wehren, da Grados Armeen sich schnell fortbewegen und alles, was ihnen in den Weg kommt, überrumpeln. Zu König Fados weiterer Sorge wird sein Sohn Ephraim vermisst. Die Armeen Grados bahnen sich ihren Weg zum Herzstück, zum Schloss Renais. Renais wird fallen. Es besteht kein Zweifel. Aber warum? Warum greift das sonst so friedliche Grado nun Renais an, und was ist das Geheimnis des Freundes von Ephraim und Eirika, Prinz Lyon?

Nach diesem Prolog findet sich der Spieler im Thronsaal des Schlosses wieder. Ein Soldat berichtet König Fado, dass die Truppen Grados im Anmarsch sind. Fado befiehlt seinem Offizier Seth daraufhin, mit Prinzessin Eirika zu fliehen, und König Hayden aufzusuchen. Und von hier an nimmt das Schicksal seinen Lauf… Nach einigen weiteren Gesprächen, dem Erscheinen des Grado Generals Valter und einem Kampf reitet Seth mit Eirika Richtung Frelia. Nach kurzer Zeit befindet sich der noch ahnungslose Spieler im Tutorial und bekommt von Seth einen Rapier überreicht. Daraufhin erscheinen Banditen, und dem Spieler wird jeder Zug haargenau erklärt.

Grafik:
Bereits im Vorgänger konnte das Spiel in punkto Grafik überzeugen – und hierbei ist es kein Stück anders. Wunderschön vorgerenderte Zwischensequenzen, klasse Kampfanimationen und der typische Fire Emblem-Flair, der einen stundenlang vor den GBA fesselt, sind auch wieder hier perfekt integriert. Obwohl die Landschaften auf dem Übersichts-Kampf-Screen recht detailarm sind, stört das nicht wirklich weiter. Umso mehr Wert wurde auf die Kampfanimationen gelegt: bei mehr als 30 verschiedenen Klassentypen hat dabei fast jede eine eigene, individuelle Angriffsart – ganz zu schweigen von den kritischen Treffern, denn diese sind wirklich ein Augenschmaus. Genauso schön, genauso gut, genauso unglaublich – die wunderschöne Grafik wurde fast beinahe beibehalten, was keinesfalls ein Minus darstellt.

Sound:
Ein weiterer Grund des Erfolges von Blazing Swords ist ganz klar der Sound. Speziell für Sacred Stones wurden neue Mini-Kompositionen ins Spielgeschehen eingebaut, welche wirklich wunderschön und vor allem situationsbedingt sehr gut passen. Befindet man sich in einer kritischen Situation, zum Beispiel, wenn der Gegner in Überzahl ist, kommt schaurige Schlachtfeldmukke, geht eine Mission dem Ende zu, und man hat diese beinahe gemeistert, so ertönen fröhliche, siegesgestimmte Melodien aus dem Lautsprecher eures GBA, und wenn’s ganz böse kommt, und die Szene im Hauptquartier des Feindes spielt, so bekommt man Horror-Musik der feinsten Art zu Gesicht (oder besser gesagt zu Ohren). Wie in fast jedem GBA Spiel gibt es auch die üblichen Soundeffekte, sobald man den Cursor bewegt, oder A drückt, diese wurden allerdings beibehalten. Wem die Musik gefällt, der kann sich jede einzelne Kampfmelodie unter den Extras im Sound Raum nochmals zu Gemüte führen.

Steuerung:
Eigentlich wenig Neues zu sagen gibt es in punkto Steuerung. Das gute, alte System wurde beibehalten, und man findet sich dank idiotensicherem Tutorial zu Beginn des Spiels und wahlweise Handbuch perfekt zurecht. Wer Fire Emblem noch nie gespielt hat, der wird die Steuerung von den beiden Advance Wars Teilen auf dem Gameboy Advance kennen, denn diese funktioniert genauso – mit dem einzigen Unterschied, dass man einen Zug nicht noch extra beenden muss: sobald alle Einheiten bewegt wurden, ist automatisch der Gegner am Zug.

Features / Besonderheiten:
Gerade bei Spiel-Serien wird sehr oft die Frage „Was ist neu?“ gestellt. Nun, zum einen gibt es in Sacred Stones einige neue Einheiten, so genannte „Trainees“. Diese sind zu Beginn sehr schwach und haben eine geringe Anzahl an KP, können allerdings die Klasse wechseln, sobald sie Level 10 erreicht haben, und dann gelten sie als „normale“ Einheiten. Doch diese Trainees sind nicht die einzigen, neuen. So gibt es z.B. neue Reiter, wie den Großen Ritter. Dieser entsteht aus einem Kavalier oder aus einer gepanzerten Einheit. Wie man sich schon denken kann, sitzt diese Einheit auf dem Pferd. Das besondere daran ist, dass diese alle drei Typen von Direkt-Angriffs-Waffen nutzen kann: Schwert, Lanze und Axt. Genauso sieht’s mit dem General aus, auch dieser kann alle drei benutzen. Diese sind nicht die einzigen, neuen Charakter – die Liste ist lang – zu lang, um sie hier alle aufzuführen.
Eine weitere Neuheit tritt beim Klassenwechsel auf. Von nun an kann jede Einheit zwischen mindestens zwei neuen Klassen wählen. So kann ein Bogenschütze also zum Scharfschützen oder Nomaden werden, ein Krieger zu einem Kämpfer oder Pirat, Ein Myrmidone zum Assassine oder Schwertmeister, usw. Außerdem wurden einige kleinere Details abgeändert: so gibt es nun keinen „Strategen“ mehr im Spielverlauf, ihr schlüpft in die Rolle von Ephraim und Eirika. Neben den üblichen Arenen gibt es nun auch Kampftürme. Sobald ihr diesen betretet, befindet ihr euch auf einer Ebene mit zunächst noch schwachen Gegnern. Habt ihr alle Gegner besiegt, könnt ihr entweder aufhören, oder weiterspielen und in die nächste Ebene gelangen. Spielt man bestimmte Ebenen öfters durch, so erhält man nach Vollendung des Spiels sogar einige, sonst nicht spielbare, Einheiten, wie Eirika und Ephraims Vater König Fado, oder Prinz Lyon. Der Spieler kann sich von nun an auch zwischen den meisten Missionen frei auf einer Landkarte – welche ganz Magvel zeigt – bewegen. Ab und an erscheinen feindliche Monster auf der Karte, begibt sich der Spieler zu diesen, wird auf der entsprechenden Karte ein Kampf ausgetragen, bei dem man Erfahrungen sammeln kann, um so mit seine Charaktere zu trainieren, und zu verbessern.

Multiplayer:
Wie bereits auch im 7. Teil der Erfolgsserie ist ein Mutliplayer vorhanden. In diesem können bis zur vier Freunde mit einem selbst zusammengestelten Team aus 5 Einheiten von einem der Spielstände gegen drei andere Freunde ankämpfen. Das Geschehen spielt sich hier in einer kleinen Arena ab, pro Zug kann jeder Spieler eine seiner Einheiten wählen, und eine feindliche angreifen - je nach Erfolg erhält man dann eine entsprechende Anzahl von Punkten auf sein Konto gutgeschrieben. Das ganze hat rein gar nichts mit dem Story-Modus zu tun und selbst wenn Einheiten im Multiplayer sterben, existieren sie trotzdem weiterhin im Hauptspiel und sind bei einem Neustart des Multiplayers wieder angriffsbereit. Wer keinen Daddel-Partner findet, der kann auch selbst bis zu vier Teams zusammenstellen und über eines dieser Teams die Kontrolle übernehmen.

Fazit:
Wunderschön, elegant, melodisch, und nahezu perfekt. Fire Emblem – The Sacred Stones weiß durch grandiose Animationen, klangvolle Melodien, einer emotionalen Story und fesselndem Spielspaß auf gesamter Linie zu überzeugen. Insgesamt 20 Missionen – dieses Mal leider ohne Nebenquests – auf zwei verschiedene Routen (Eirika & Ephraim), so wie verschiedene Schwierigkeitsstufen ziehen den Spieler für mehr als 40 Stunden ans Gerät. Ein weiterer netter Zusatz sind die Supports, die auch in Sacred Stones wieder vorhanden sind, und den Sammler im Strategen hervorkommen lassen - einziger Nachteil: es ist doch schon etwas langwidrig, jede einzelne Konversation von zwei Charakteren aufzufassen und den ein oder anderen wird das nach der Zeit nerven, aber wenigstens kann man jedes Gespräch unter den Extras so oft man möchte wiederholen lassen. Von der Missionenanzahl vielleicht nicht ganz an den ersten Teil herankommend ist das Spiel doch mindestens auf gleicher Ebene – wenn nicht sogar noch besser. Leider, leider wurde auch hier ein weiteres Mal auf einen Karten Editor verzichtet, welcher das Spiel noch schöner abgerundet hätte. Das Spiel ist eines der (vielleicht letzten) besten Spiele für den GBA – Hut ab, Intelligent Systems!



Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
91%
Steht seinem Vorgänger in nichts nach. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung gut umgesetzt und optimal
  Features mehrere Sprachen, drei Speicherstände, drei Schwierigkeitsstufen, Multiplayer, Sound Room, …
  Grafik Wunderschöne Kampfanimationen und Hintergründe
  Sound Turn up the Volume!
  Spielspaß Spielspaß für verdammt viele Stunden bei perfektem Fire Emblem-Flair







Details
Spielname:
Fire Emblem: The Sacred Stones

Publisher:
Nintendo

Genre:
Strategiespiel

Release:
1-.-1.2005 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

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