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Tony Hawk´s Underground


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Tony Hawk´s UndergroundReview vom 24.11.2003

Schön, wenn man sich auf bestimmte Dinge verlassen kann: Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft geht wieder einmal Skate-Legende Tony Hawk für Activision an den Start. Doch kann der mittlerweile vierte GBA-Auftritt des Skateboard-Altmeisters genauso glänzen wie die Vorgänger oder zeigt die Serie nun mit „Tony Hawk´s Underground“ die von Kritikern beschworenen Ermüdungserscheinungen ? Die Antwort gibt´s in unserem Test.Blicken wir zunächst einmal kurz zurück: Der sowohl technisch als auch spielerisch beeindruckendste Titel zum GameboyAdvance-Launch anno Juni 2001 war definitiv „Tony Hawk´s Pro Skater 2“. Mit schicker Grafik und genialer Spielbarkeit konnte das Spiel nicht nur Funsport-Fans begeistern. Logische Konsequenz des Erfolgs war natürlich die Fortsetzung – Teil 3 des Skate-Spektakels wartete dabei nicht nur mit größeren und belebteren Arealen auf, auch nochmals deutlich verbesserte Grafik und ein erstmalig integrierter Multiplayer-Modus machten Tony Hawks zweiten GBA-Auftritt zur absoluten Funsport-Referenz. Obwohl dem Nachfolger da natürlich wenig Raum für weitere Verbesserungen blieb, brachte Activision bereits ein halbes Jahr später „Tony Hawk´s Pro Skater 4“ auf den Markt. Erstmals musstet ihr nicht mehr unter Zeitdruck bestimmte Aufgaben erledigen, sondern die Missionen anhand eines Gesprächs mit Passanten selber auswählen. Die Formel ging auf – das so veränderte Spielprinzip ist zwar nicht unbedingt bedeutend spaßiger als das der Vorgänger, sorgt aber definitiv für Abwechslung auf höchstem Niveau.

Zugegeben: Ich war gegenüber Tony Hawk´s Underground vor dem Test eher skeptisch eingestellt. Nummer 2 und 3 habe ich noch mit Begeisterung gezockt, der vierte Teil konnte mich allerdings trotz verändertem Spielprinzip nicht mehr wirklich motivieren. Umso gespannter war ich natürlich darauf, wie Activision mit dem fünften (bzw. vierten nach GBA-Spielen) Auftritt von Skateboard-Gott Tony Hawk Fans der Serie und Einsteiger gleichermaßen begeistern wollte.

Der Name ist Programm - anstatt der obligatorischen Zahl im Titel deutet die Bezeichnung „Underground“ schon an: Dieses mal geht es „back to the roots“ ! Nicht das erlauchte Line-Up von Skateboard-Pros steht im Mittelpunkt, nein – jetzt seid ihr als hoffnungsvoller Skate-Nachwuchs selbst gefragt: Kern des Spiels ist neuerdings der Story-Modus. In gewohnter Create-a-Skater Manier bestimmt ihr zunächst kleinere Details und Äußerlichkeiten eures virtuellen Alter Ego, um dann im ersten Nachbarschafts-Level mit einem anfangs noch sehr beschränkten Trick-Repertoire die Straßen unsicher zu machen. Ähnlich wie in Teil 4 gilt es wieder das Gespräch mit Passanten zu suchen, um durch Bewältigung von Aufgaben wie das erfolgreiche Landen einer bestimmten Trick-Kombo oder das Einsammeln diverser im Level verteilter Gegenstände voranschreiten zu können. Als Belohnung für erfolgreich absolvierte Missionen winkt entweder Cash oder es wird ein vorher unzugänglicher Teil des Levels freigeschaltet; so spielt ihr nach und nach das gesamte Areal frei.

Weitere Neuerungen sind ein auch grafisch umgesetzter Tag/Nacht-Wechsel und eine Gesundheitsanzeige, die ihr zwar durch im Skateshop zu erwerbende Schutzkleidung und Engergy-Drinks auffüllen könnt, euch aber dennoch bei zu vielen Stürzen zwangsweise an den Level-Start zurückversetzt. Die am meisten beworbene Innovation ist zugleich die spielerisch vielleicht am wenigsten sinnvollste: Mithilfe des sogennanten „Run-Out“-Features könnt ihr erstmalig das Board in die Hand nehmen und zu Fuß das Level erkunden. So könnt ihr auch eigentlich noch nicht zugängliche Bereiche betreten. Weiterhin kann auch während einer Trick-Kombination vom Brett abgestiegen und bis zu 5 Sekunden weitergelaufen werden, bevor ihr die Kombo abschließt. In der Praxis gestaltet sich dies allerdings als nicht ganz so eingängig und einfach zu bewerkstelligen, wie wohl zunächst angedacht.

Ohne Fleiß kein Preis – dies gilt in Tony Hawk´s Underground mehr denn je. Wer nämlich darauf hofft, gleich zu Anfang im Story-Modus mit der ganzen Palette an Grabs, Grinds und Flip-Tricks aufwarten zu können, hat sich getäuscht. Euer Trick-Repertoire müsst ihr euch RPG-like nach und nach erarbeiten, ebenso wie das Verbessern eurer Stats. Im Spiel sieht das folgendermaßen aus: So müsst ihr für einen neuen Grab-Trick beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Grabs in einer einzelnen Kombo unterbringen oder eine bestimmte Zeit lang grinden, um eure Grind-Statistiken aufzuwerten. Eine Neuerung, die Sinn macht und zugleich für einen Extra-Schub Motivation sorgt.

Wer dennoch lieber die virtuelle Kontrolle über Tony Hawk oder andere der zahlreichen Skateboard-Größen, die es auch diesmal wieder in das Spiel geschafft haben, übernehmen will, der kann dies im Arcade-Modus tun. Hier wurde das klassische Aufgaben-System aus den Teilen 2 und 3 umgesetzt. Die Level sind dabei mit denen des Story-Modus identisch und können auch erst dann ausgewählt werden, sobald sie im Story-Part des Spiels freigespielt wurden. An den Aufgabenstellungen, die es im zwei-minütigen Zeit-Limit zu bewältigen gilt, hat sich hingegen nichts geändert: Vom klassischen Einsammeln der S-K-A-T-E Buchstaben über das Aufstellen verschiedener Highscores bis hin zu den im vierten Teil eingeführten Combo-Buchstaben dürften sich TonyHawk-Fans hier schnell heimisch fühlen.

Insgesamt sind 10 Level im Spiel integriert, zwei davon (Hangar und Lagerhaus) mögen allerdings dem ein oder anderen bekannt vorkommen.... Die acht neuen Level spielen sich jedoch besser denn je – am hervorragenden Level-Design gibt es fast nichts zu mäkeln. Alle Level sind schön größ, ohne jedoch dabei allzu unübersichtlich zu sein. Die Szenarien, welche von besagter Nachbarschaft über die Straßen New Yorks bis hin zum obligatorischen Skate-Park reichen, sind zwar weniger ausgefallen als noch beim Vorgänger, allerdings im Hinblick auf den Story-Modus sicherlich auch bewusst glaubwürdiger ausgewählt.

Technisch ist Tony Hawk nach wie vor eine Offenbarung, die Grafik hat im Vergleich zum Vorgänger zwar erwartungsgemäß keinen Quantensprung vollzogen, allerdings kann sich die Engine nach wie vor sehen lassen und nette Details wie der realistische Tageszeitenwechsel tragen zur mehr als gelungenen grafischen Atmosphäre bei. Auch die unschönen Texturen aus Teil 4 sind gottseidank Einzelfall geblieben. In Sachen Sound war TonyHawk dank der Shinen-Engine seit eh und je Vorbild – daran hat sich auch im vierten Spiel auf dem GameboyAdvance nichts geändert. Fetzige Musikstücke und hervorragende Effekte sorgen für die gelungene musikalische Untermalung, eine Steigerung wäre wohl einzig und allein durch die Integration von Vocals möglich.

Bei der Steuerung sieht es ähnlich aus – sie hat sich schließlich schon in den drei Vorgängern zu Genüge bewährt. Einsteiger werden am Anfang sicherlich ein wenig Eingewöhnungszeit brauchen, hat man die komplexe Steuerung aber erst einmal verinnerlicht, gehen selbst die kompliziertesten Moves und Kombos einfach von der Hand. Einzig allein das neu integrierte Run-Out Feature, mit dem ihr ähnlich den in den Vorgängern eingeführten Manuals oder Reverts mehrere Trick-Kombinationen verbinden könnt, lässt sich nicht ganz so unkompliziert vollführen.

Tony Hawk´s Underground ist die neue Definition von Langzeitspielspaß ! Durch die Integration von Story-Modus und Arcade-Modus gibt´s quasi den doppelten Spielumfang und ein „Free Skate“-Modus ist selbstredend auch wieder mit von der Partie. Weiter verbessert wurde auch der hervorragende Multiplayer-Modus. Mit dem bereits bekannten „H.O.R.S.E.“ und „Trick-Attack“ Modi sind diesesmal zwei Hot Seat- Multiplayermodi enthalten, für „King of the Hill“ und den ähnlichen „Tag“-Modus braucht allerdings jeder Spieler ein eigenes Modul. Gänzlich neu sind auch das Abarbeiten der Ziele des Arcade-Modus im "Scavenger"-Modus und das Jackass-ähnliche Einkaufswagenrennen. Drei Speicherslots runden den positiven Eindruck bei den Features ab, negativ fällt hier allein auf, dass wie auch schon beim Vorgänger auf eine Lokalisierung verzichtet wurde. Ein bißchen Englisch solltet ihr also schon können, um beispielsweise im Story-Modus die euch gestellten Aufgaben nachvollziehen zu können. Das sehr gute Handbuch ist allerdings in deutscher Sprache gehaltenen und dürfte die meisten Fragen klären.

Fazit:
Gut, besser, Tony Hawk. Was Activision mit „Tony Hawk´s Underground“ aus dem Hut gezaubert hat, hat mich mehr als nur positiv überrascht. Bislang war jeder Vertreter der Tony Hawk-Reihe ein Spielspaßknüller auf dem GBA, mit Underground haben sich die Entwickler von Vicarious Visions mal wieder selbst übertroffen. Technisch quasi perfekt, glänzt THUG vor allen Dingen mit einem immensen Langzeitspielspaß und dem genialen Story-Modus. „Tony Hawk´s Underground“ ist nicht nur der bislang beste Vertreter der Tony Hawk-Reihe, sondern reiht sich locker ganz oben in die Liste der besten GBA-Spiele überhaupt. Auf den Nachfolger bin ich abermals mehr als gespannt – wie soll das getoppt werden ?



Hendrik Jasnoch



Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Testmusters

WERTUNG:
91%
Das beste Tony Hawk bislang Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Wie immer: Komplex und dennoch hervorragend
  Features Story+Arcade Modus, leider nur in Englisch
  Grafik Detailverbesserungen auf höchstem Niveau
  Sound Genial wie eh und je
  Spielspaß Tony Hawk ist Langzeitspielspaß pur







Details
Spielname:
Tony Hawk´s Underground

Publisher:
Activision

Genre:
Sportspiel

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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