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Dragonball Z - Taiketsu


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Dragonball Z - TaiketsuReview vom 28.04.2004

Wundert ihr euch, dass es bisher zwar schon zwei Rollenspiele, aber noch keine Umsetzung des Hauptbestandteils der Dragonball-Serie gibt? Ihr wolltet Vegeta und Freezer schon einmal so richtig eins auf den Deckel hauen? Oder nervt euch Son Goku seit Ewigkeiten, dass er jetzt endlich sein Fett weg kriegen soll? Wenn das ganze jetzt auch noch Spaß macht wurden eure Wünsche erhört... oder?Die Dragonball Reihe mit ihren Nachfolgern Z und GT gehört in der Welt der Mangas und Animes zur absoluten Kultserie. Sie war es auch, welche den schönen neuen Zeichentrickstil in das alte Europa brachte und so einen Boom auslöste, welcher bis heute anhält. Damals musste man noch auf französisch schauen, wenn Dragonball Z Folgen im Fernsehen unserer europäischen Nachbarn lief, heute schaltet man RTL2 ein und wird überschwemmt von Unmengen an Serien. Sender wie Viva und MTV sind ebenfalls auf den Zug aufgesprungen, während Anime-Veteran VOX eher selten vernünftige Filme zeigt.

Klar, dass bei so einem Erfolg die Spielkonsolen nicht verschont werden und so schaffte es Dragonball Z bereits zwei Mal, den Game Boy Advance zu beglücken. Und zwar jeweils mit einem Rollenspiel/Action Adventure, welche beide zwar nett zu spielen waren, aber nie den großen Wurf darstellten. Dafür waren Grafik und Gameplay einfach zu bescheiden.
Atari startet jetzt mit Dragonball Z - Taiketsu einen neuen Versuch, endlich mal ein vernünftiges Spiel herzustellen. Und auf den ersten Blick scheint das auch geklappt zu haben:
Taiketsu ist ein reinrassiges Prügelspiel in bester Street Fighter Tradition. Zwei Kontrahenten stehen sich im eiskalten Kampf gegenüber und versuchen, sich gegenseitig das Licht auszublasen bzw. die Lebensleiste von Rot in Grau zu verwandeln.

Dazu stehen euch einige Schlagvarianten zur Verfügung, doch die richtigen Powerschläge sind erst möglich, nachdem ihr euren gewählten Krieger aufgeladen habt. Jeder der insgesamt 16 verschiedenen Kämpfer hat drei Spezialangriffe, welche unterschiedlich auszulösen sind und je nach Auflade-Level ausgeführt werden können. Das Problem ist, dass ihr beim Auftanken ungeschützt seid. Doch keine Angst, auch euer Gegner muss, um mal so richtig durchzustarten, erst einmal den Tiger in den Tank packen. Entweder ihr nutzt diese Chance und gebt ihm eins auf den Deckel oder ihr gebt euch selber die volle Red-Bull-mäßige Dröhnung. Etwas strategisches Denken und Vorausplanen ist also auch von Nöten.

Wobei wir es damit mal nicht übertreiben wollen. Denn ansonsten bietet das Gameplay keine besonders großen Abwechslungen. Munteres Buttonsmashing reicht meist, um den Gegner auf die Matte zu befördern. Dafür ist auch der Sky Battle sehr nützlich, in dem ihr euch in die Lüfte erhebt und über den Arenen Schläge austeilt. Leider wird fliegend nicht mehr richtig gekämpft, sondern es folgt ein "Wer drückt am schnellsten die Knöpfe"-Wettstreit, der sich mit einer Extra-Freischaltung noch um vieles schwieriger gestalten lässt.

Apropos Extra-Freischaltung: Das ist sozusagen der größte Vorteil von Taiketsu: Die Programmierer verstanden es nämlich, euch allen möglichen Krimskrams im sogenannten Z-Laden kaufen zu lassen. Neben den obligatorischen Biografien der Helden und Bösewichte stehen zusätzliche Spielmodi und vieles Mehr zur Verfügung. Um im Laden zu bezahlen müssen ganz einfach Kämpfe gewonnen werden. Je spektakulärer und aufwendiger, desto mehr Punkte wandern am Ende jeder Runde auf euer Konto.
Außerdem sind von Anfang an nur sehr wenige Kämpfer verfügbar. Auch hier gilt es, diese frei zu spielen. Dafür muss man mit jedem vorhandenen Krieger einmal durch das Spiel durch, was für eine ganze Weile unterhalten kann!

Auftragen, rechte Hand. Polieren, linke Hand. Auftragen, polieren!
Die Steuerung von Dragonball Z - Taiketsu ist für ein Lizenz-Prügelspiel erstaunlich gut gelungen. Zwar gehen zu Beginn die Kombos nicht so einfach von der Hand, mit etwas Übung sind aber wahre Schlagorgien möglich.
Die Spezialangriffe sowie die Aktivierung des Luftkampfes brauchen da schon etwas mehr Feingefühl. Vor allem letzterer ist etwas nervig. Außerdem werden in der Anleitung die nötigen Moves nicht erklärt, hier hilft nur das Internet weiter (Unser Cheatmaster Iceman wird sie euch bald präsentieren können).
Trotzdem geht die Steuerung in Ordnung. Auch wenn keiner weiß, wofür das Reizen-Feature auf Select eigentlich nützlich ist...

Kämpfen nicht gut! Aber wenn kämpfen, dann gewinnen!
Grafisch fällt Taiketsu leider etwas gegenüber anderen Prüglern wie Street Fighter Alpha 3 ab. Das liegt zum einen an den etwas arg lieblosen Hintergründen sowie an der Tatsache, dass die Charaktere, wenn auch wunderschön groß, sehr pixelig wirken.
An Effekten wurde stark gespart, selbst der Kameha von Son Goku wirkt nicht halb so lebendig wie in der Serie. Da scheint der bereits angekündigte Nachfolger besseres zu bieten.
Die Figuren sind neben ihrer Grobheit außerdem recht spärlich animiert und humpeln von einer Bewegung in die nächste. Im Luftkampf, wenn man sie nicht mehr direkt steuern kann, ist das weniger der Fall: Hier zeigt Atari, was möglich gewesen wäre. Dann hätte man das Spiel aber nicht mehr zocken können: Zu schnell hätte man eins auf den Deckel bekommen.
Immerhin bleibt die Framerate die meiste Zeit anständig!

You hear that Mr. Anderson?... That is the sound of inevitability...
Einen richtig starken Auftritt präsentiert einem der Soundtrack von Taiketsu leider nicht. Simple Melodien dudeln recht lustlos im Hintergrund vor sich hin. Manchmal schleicht sich aber auch der ein oder andere Ohrwurm ein, sowie die ein oder andere Serienmelodie. Anhören kann man sich das Ganze dann in der freischaltbaren Jukebox.
Die Soundeffekte hätten auch einen Tick krachender werden können. Es zischt an allen Ecken und Enden, richtig glücklich wird man aber nicht damit.

Wenn du denken an Rache, immer anfangen, zwei Gräber zu graben!
Wenn du denken an Features, du mit Dragonball Taiketsu gut aufgehoben. Schon der letzte Mortal Kombat Titel konnte mit vielen zuschaltbaren Extras aufwarten. Dragonball macht es ihm nach und präsentiert zu Beginn ein Spiel, welches so leer und aufgeräumt ist, dass man denkt, die Programmierer wollten sich einen Scherz erlauben. Zum Glück für den Spieler wollten sie das nicht, denn die wahren Stärken enhüllt Taiketsu erst nach einiger Zeit. Nicht-Dragonballer werden mit den Biografien aber garnichts anfangen können. Diese kaufen solche Spiele aber auch nicht.
Zusätzlich gibt es eine gute Speicherbatterie, welche neben euren Rekorden sich auch mitten im Kampf merkt, bei welchem Gegner ihr wart, wenn euch mal der Saft ausgeht. Ein sehr schönes Feature, welches wir bei anderen Prüglern vermissen.
Die Deutsche Sprache und ein Multiplayer (leider nur für zwei Spieler) gehören selbstverständlich mit ins abgerundete Programm.

Fazit:
Dragonball Z - Taiketsu ist ein erstaunlich solider Lizenz-Prügler, der Fans der Serie sicher zufrieden stellen wird. Große Charaktere sowie Unmengen an Features laden zum Spielen ein. Nicht-Fans wird er weniger begeistern, reißt das Gameplay eingestandene Street Fighter doch nicht vom Hocker und auch die zuschaltbaren Dinge halten einen dann nicht mehr so lange bei der Stange. Oder man wartet einfach auf den Nachfolger, der vor allem grafisch mehr drauf zu haben scheint.

WERTUNG:
70%
Erstaunlich gutes Lizenzgeprügel Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Geht gut von der Hand
  Features Fast vollständig
  Grafik Maue Hintergründe und Animationen
  Sound Leicht unspektakulär
  Spielspaß Dank Features gegeben







Details
Spielname:
Dragonball Z - Taiketsu

Publisher:
Atari

Genre:
Kampfspiel

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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