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The Legend of Zelda: A Link to the Past


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The Legend of Zelda: A Link to the PastReview vom 30.03.2003

Die Zahlen sprechen für sich: Die deutliche Mehrheit von über 25% der Befragten votierte kürzlich bei einer Planetgameboy-Umfrage für Link als den "beliebtesten Nintendo-Charakter". Selbst Nintendos Vorzeige-Klempner Mario hatte da das Nachsehen. Mit "The Legend of Zelda: A Link to the Past" können ab sofort auch GBA-Spieler die unerreichte Popularität Links ergründen und nachvollziehen, warum die SNES-Version des Spiels von erfahrenen Spielern als eines der besten Adventure aller Zeiten betitelt wird. Was das kleine Modul (sonst noch) alles zu bieten hat, das erfahrt ihr in unserem Test: "The Legend of Zelda: A Link to the Past" - ein Name, der bei altgedienten SNES-Spielern immer noch für ein Funkeln in den Augen sorgt - stellt also den ersten Auftritt von Link und Prinzessin Zelda auf dem GameboyAdvance dar. "Nein - Nicht schon wieder ein SNES-Remake..." dürften jetzt einige aufschreien. Soviel vorneweg: Bei "A Link to the Past" handelt es sich tatsächlich um eine ziemlich originalgetreue Umsetzung des SNES-Klassikers von anno 1991. Die in der GBA-Version implementierten Änderungen beziehen sich meistens auf Details, dazu aber später mehr. Den Kritikern des Konvertierungswahns sei aber jetzt schon soviel gesagt: Zu "A Link to the Past" gesellt sich auch der Multiplayer-Modus "Four Swords" auf das Zelda-Modul. Und hier hat Nintendo eher geklotzt als gekleckert. Denn "Four Swords" ist bei weitem mehr als die übliche Multiplayer-Dreingabe. Die zwei bis vier Spieler erwartet ein komplett eigenständiges Spiel. Aber der Reihe nach:

In "A Link to the Past" übernehmt ihr die Rolle des jungen Abenteurers Link, den in einer stürmischen Nacht im Königreich Hyrule der telepathische Hilferuf einer gewissen Prinzessin Zelda erreicht. Da lässt sich der junge Gentleman und Nachwuchs-Abenteurer natürlich nicht zweimal bitten und macht sich entgegen den Anweisungen des Onkels auf den Weg in die Katakomben des Schlosses, zu dem Orte, an dem die holde Prinzessin in Gefangenschaft ihr kärgliches Dasein fristet. Mit der (vorläufigen) Befreiung der Prinzessin fängt das eigentliche Abenteuer aber erst richtig an, denn bald wird klar, dass der geheimnisvolle Magier Agahnim etwas mit den mysteriösen Vorgängen in Hyrule zu tun hat. Doch kann Link durch das Finden des mächtigen Meisterschwerts eine uralte Prophezeiung erfüllen und das Böse für immer aus Hyrule vertreiben ? Und steckt hinter dem Zauberer Agahnim nicht noch eine weitaus mächtigere böse Macht, die in einer unheilvollen Schattenwelt auf Link lauert ? Mehr sei zur Story zunächst nicht verraten, Zelda-Veteranen werden die Antworten sowieso auswendig kennen.

Nachdem man sich im Hauptmenü für eine Sprache entschieden hat (Zelda ist vollständig in deutscher Sprache lokalisiert), einen von insgesamt drei Spielständen angelegt hat und sich zunächst in einem Auswahlmenü für das Hauptspiel entschieden hat, startet das Abenteuer auch schon mit einem textlastigen Intro, welches euch kurz in die Vorgeschichte des Landes Hyrule einführt. Und schon seid ihr mitten im Abenteuer....

Das eigentliche Zelda-Gameplay bedarf wohl keiner ausführlichen Enleitung mehr – ihr kämpft euch als Link in zahlreichen Orten durch Gegnerhorden um dann letztendlich dem jeweiligen End-Gegner den Garaus zu machen und durch den Erwerb eines bestimmten Items etc. in der Story voranschreiten zu können. In den verschiedenen Dungeons kommen dabei auch die Rätselelemente nicht zu kurz – Schalter und Schlüssel wollen gefunden und aktiviert werden und auch allerlei Fallen machen Link das Leben schwer. Die Lebensenergie wird dabei in Form von Herzen angezeigt, jedesmal wenn Link verwundet wird, wird ihm eine bestimmte Anzahl Herzen abgezogen. Neue Energie in Form von Herzen erhaltet ihr bei Töten eines Gegners oder ihr müsst die hinter Büschen oder unter Töpfen versteckten Herzteile finden. Bei Ableben heißt es dann Neustart vom Anfang des Dungeons – was für einige Teil des Zelda-Flairs ist, ist vor allem für Einsteiger anfangs nicht gerade spielspaßfördernd. Im Laufe des Spiels könnt ihr durch das Auffinden von Herzcontainern eure Energieleiste allerdings erweitern. Der Ausrüstung kommt bei Zelda eine zentrale Bedeutung zu, das Inventory zeigt euch hierbei immer euren aktuellen Ausrüstungstand an. Neben eurem Schwert als Haupftwaffe könnt ihr immer einen weiteren Gegenstand aktiviert haben. Seid ihr anfangs noch relativ spärlich mit Schwert, Bogen und einigen einfacheren Gegenständen wie Lampe und Bomben ausgestattet, so findet ihr im Laufe des Spiels weitaus mächtigere Accessoires wie z.b. den Unsichtbarkeit-verleihenden magischen Umhang oder den Krafthandschuh, mit dem ihr schwere Gegenstände beseitigen könnt. Viele Items sind dabei essentiell, um im Spiel voranschreiten zu können. So könnt ihr z.b. nur mit den Flossen sicher durch Hyrules Gewässer schwimmen oder aber nur mithilfe des Zauberspiegels zwischen der Lichtwelt und der dunklen Schattenwelt wechseln. Für manche Aktionen wird magische Energie benötigt, die ihr als grünen Balken stets angezeigt bekommt. Damit ihr nicht die Übersicht verliert, könnt ihr euch jederzeit eine Karte mit eurem aktuellen Aufenthaltsort anzeigen lassen. Innerhalb eines Dungeons geschieht dieses nach Auffinden einer Karte und des Kompasses , welcher euch den Weg zum Endgegner weist.

Technisch gesehen reißt A Link to the Past keine Bäume aus, präsentiert sich aber durchweg solide. Grafisch kann der GBA weitaus mehr als das SNES anno 1991, v.a. die nicht wirklich überzeugenden Animationsphasen Links machen das deutlich. Dennoch sind die meisten Hintergründe liebevoll gezeichnet. Der Sound präsentiert sich technisch gesehen sogar etwas schwächer als auf dem Super Nintendo, doch die ohrwurmreifen Melodien reißen das bei weitem wieder raus. Nicht selten ertappt man sich dabei, wie man während des Spiels die eine oder andere der abwechslungsreichen Melodien mitsummt. In der GBA-Version neu hinzugekommen sind einige Sound-Effekte, so gibt Link bei jedem Schwerthieb einen Laut von sich. Und in puncto Features gibt es Nintendo-typisch nichts zu meckern, insgesamt drei Speicherplätze erlauben bequemes Batterie-Speichern.

Bislang hätten wir also ein überzeugendes Zelda-Adventure, das sich allerdings bis auf ein paar veränderte Rätsel-Elemente und Gegenstands-Positionierungen kaum vom SNES-Original unterscheidet. Dabei hat es Capcom, die im Auftrage Nintendos an dem GBA-Zelda werkelten, nicht belassen. Sofern ihr einen oder mehrere Freunde habt, die ebenfalls ein Zelda-Modul besitzen, kommt ihr in den Genuss des „Four Swords“-Mehrspielermodus. Und hier erwartet euch nicht nur eine eigenständige Story, sondern ein technisch komplett neu entwickeltes Zelda. Euer Hauptcharakter ähnelt dabei verblüffend dem Cel-Shading Link aus dem Gamecube Zelda. Die Story in „Four Swords“ dreht sich darum, dass - wie könnte es anders sein – Prinzessin Zelda wieder einmal entführt worden ist, diesesmal von dem mächtigen Windmagier Vaati. Nur mit Hilfe des „Schwerts der Vier“, welches Links Kräfte in vier gleich mächtige Körper aufteilt, könnt ihr dem bösen Magier und seinen Plänen Einhalt gebieten. Kooperatives Gameplay ist dabei das zentrale Spielelement in Four Swords. Insgesamt präsentiert sich der Mehrspielermodus wesentlich einfacher und weniger komplex als das Hauptspiel (so könnt ihr z.b. nur jeweils einen Gegenstand im Inventar haben), spaßig ist er dennoch. Technisch zeigt Four Swords sich deutlich verbessert, die Grafik und v.a. die Animationen sind mehr als nur einen Tick besser als in „A Link to the Past“. Nur die Melodien halten da nicht ganz mit. Um im Spiel voranschreiten zu können, bedarf es fast an jeder Stelle gebündelter Kräfte – ob zwei, drei oder vier Spieler mitspielen, spielt dabei keine Rolle, das Spiel passt die Rätsel automatisch der Spielerzahl an. So müsst ihr z.b. euren Partner über einen Abgrund werfen, damit dieser dort einen Schalter aktivieren kann, ein bestimmter Gegner kann nur besiegt werden, indem ihr in gemeinsam „auseinanderzieht“, bestimmte Steinblöcke lassen sich nur mit vereinten Kräften bewegen, usw. usw. – die Liste ließe sich noch endlos weiter fortsetzen. Ein bißchen Konkurrenzdruck herrscht allerdings schon, den am Ende des Levels wird angezeigt, welcher Spieler während des Spiels die meisten Rubine eingesammelt hat. Habt ihr Four Swords durchgespielt, was im Gegensatz zum Hauptspiel relativ schnell (ca. 2 Stunden) geschehen ist, hat der Multiplayer-Modus noch längst nichts von seinem Flair verloren, denn die dynamischen Dungeons verändern sich jedesmal aufs neue. Wenn ihr Vaati schlussendlich besiegt habt (dafür müsst ihr Four Swords im Endeffekt dreimal durchspielen) , schaltet ihr damit einen neuen Dungeon in „A Link to the Past“ frei, im Gegenzug könnt ihr z.B. in AlttP neu erworbene Schwert-Moves dann auch in Four Swords einsetzen.

Der Multiplayer-Modus weiß also definitiv zu überzeugen - wenn man seinen Mitspieler Huckepack nimmt und über einen Abgrund wirft kann man sich aufgrund der netten Animation ein Grinsen nicht verkneifen - und auch der Singleplayer-Modus gehört zur Genre-Spitze der GBA-Adventures. Die unvergleichliche Mischung aus Hack´n Slay, Rätsel- und Rollenspiel-Elementen wirkt auch auf dem GameboyAdvance wie eh und je und lässt schnell Sucht aufkommen. Einsteiger werden allerdings anfangs eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchen, denn aufgrund der begrenzten Herzcontainer dürften unerfahrene Spieler zu Anfang hin und wieder neustarten müssen - aufgrund der unendlichen Continues im Grunde kein Problem. Zelda-Veteranen, die die SNES-Version in- und auswendig kennen und keine Freunde mit GBA in direkter Nähe haben, sollten von einem Kauf aufgrund mangelnder Neuerungen eher Abstand nehmen (sofern sie nicht das Spiel unbedingt nochmal auf dem GBA erleben wollen) und auf das nächste portable Zelda warten - dann hoffentlich komplett neu entwickelt. Alle Anderen sollten nach dem Lesen dieser Zeilen in den nächsten Laden stürmen und sich eines der besten Adventure aller Zeiten nicht entgehen lassen.

Fazit:
Da mag man noch soviel über SNES-Konvertierungen streiten, "The Legend of Zelda: A Link to the Past" zeigt auch auf dem GBA eindrucksvoll, warum es zweifelsohne eines der besten Adventure aller Zeiten ist. Für Zelda-Neulinge besteht Kaufpflicht, Kenner des Originals sollten ein paar Freunde aufsuchen und sich gemeinsam in den bislang besten Multiplayer-Modus auf dem GBA stürzen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Testmuster


Hendrik | Sonic

WERTUNG:
90%
Ein Muss für alle GBA-Abenteurer Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (11)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Komplex und gut
  Features Ohne Tadel
  Grafik ALttP gut - Four Swords besser !
  Sound Ohrwurmreife Melodien
  Spielspaß Geniales Adventure + exzellenter Multiplayer







Details
Spielname:
The Legend of Zelda: A Link to the Past

Publisher:
Nintendo

Genre:
Adventure

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

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