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Import-Test: Zum Game Boy micro

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Autor: Kevin Jensen

Kategorie: hardware
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 10.10.2005







Der Nintendo DS wird häufig fälschlicherweise als der Gameboy Advance Nachfolger betitelt. Nintendo selbst bezeichnet ihn als drittes Standbein der Nintendo Produkthierarchie. Dass der Game Boy Advance noch lange nicht ausgestorben ist, beweisen zahlreiche Spieleankündigungen (darunter auch potentielle Top Hits aus der Final Fantasy Reihe) und Nintendos neuestes Ass im Ärmel, der Game Boy micro.


Der Game Boy micro wusste durch sein schickes Design schon auf der E3 und der Games Convention zu begeistern. Doch ob Nintendos Kleinster auch im Alltagsgebrauch überzeugen kann, lest ihr in unserem Importtest.


An Sonys PSP und Apples IPod merkt man, wie wichtig ein bestimmtes Image ist. Nintendo versucht mit dem GB micro in die gleiche Richtung zu strömen. Glänzend und so klein wie ein IPod nano (allerdings nicht ganz so dünn) kommt Nintendos neustes Familienmitglied daher. Hier wurde besonderer Wert auf Style gelegt, die austauschbaren Oberschalen tun das Übrige, um diesen Eindruck zu untermauern.


Doch schon gleich kommt die Frage auf, ob das Gerät zum Spielen nicht viel zu klein ist. Das Gerät misst gerade einmal 10 cm in der Breite, 5 cm in der Höhe und 1,8 cm in der Tiefe - was im Gegensatz zur PSP (mit ihren stattlichen 170 mm × 74 mm × 23 mm) aus dem Hause Lilliput zu kommen scheint. Größe ist aber nicht immer alles. Wenn man den Micro einschaltet, kann man sich eigentlich recht schnell von der ausgesprochen guten Qualität des winzigen Displays überzeugen.

Hier hat der Kleine seinem großen Bruder einiges voraus. Auch die Helligkeit ist stufenverstellbar, was von großem Vorteil sein kann.
Bei einem Spiel wie beispielsweise Mario Kart steht der Kleine seinen Vorgängern in nichts nach. Ganz im Gegenteil, hier kann das gute Display voll und ganz überzeugen.

Auch Texte sind kein Problem, solange es sich nicht um schnelle Fließtexte handelt. Denn hier wird es dann doch problematisch und der Wunsch nach einer Lupe laut.


Leider nicht überzeugen konnte uns der Micro in Sachen Musikwiedergabe ohne Kopfhörer. Hier ist er nicht nur recht leise, sondern die Spielmusik kommt auch sehr blechern daher.

Mit einem passenden Kopfhörer ist die Qualität jedoch mehr als angenehm. So hat man den vollen Stereogenuss und kann seine Lieblingsspiele oder mit dem Multimediamodul Play-Yan (derzeit nur als Import erhältlich) sogar seine Videos oder MP3 Stücke in hervorragender Qualität anhören. Dabei ist es möglich, handelsübliche Kopfhörer an den Game Boy micro anzuschließen, ohne dabei wie beim Game Boy Advance SP einen nervigen Adapter mit sich führen zu müssen. Vorteil am Play-Yan, er hat einen eigenen Kopfhöreranschluss, so dass zeitgleich zwei Personen die Musikstücke an nur einem Gerät hören könnten. Gerade dies ist besonders interessant, denn mit einer Akkulaufzeit von 12h+ und seiner Hosentaschegröße steckt Nintendos Neuzugang da sogar den IPod Mini in die Tasche.


Die Qualität des kleinen Geräts kann überzeugen. Das metallene Gehäuse macht einen robusten Eindruck. Kratzeranfällig ist der Kleine bei der richtigen Behandlung trotz der hochglanz Oberschale kaum. Hier hilft auch die von Nintendo mitgelieferte Stofftasche, die vor allem das Display schützen soll. Wenn der micro doch mal unter der Transportfähigkeit leiden sollte, stellt ein Austausch der Oberschale kein Problem dar und liefert gleich dazu einen neuen und kratzerfreien Screen. Die Oberschalen können je nach Stimmung ausgetauscht werden und in Japan gibt es schon die wirrsten Kombinationen - von Hello Kitty bis Final Fantasy. Individuelles Styling gehört beim micro einfach dazu.


An der Kombination von Steuerkreuz, A, B, L und R hat sich nichts verändert, die Bedienbarkeit bleibt unverändert gut, obgleich lange Finger zu Problemen führen können, wenn es darum geht, an die Schultertasten zu kommen. Doch das muss jeder individuell für sich ausprobieren. Die Druckpunkte der Schultertasten liegen recht weit oben auf, seitlich sind diese weniger gut ausgeprägt.


Stylisch macht der Kleine definitiv viel her. In schlichtem Silber oder den anderen möglichen Farbvarianten wirkt das Gerät edel und auch die verschiedenen Oberschalen lassen sich sehen. Die blau beleuchteten "Start und Select-Tasten" sorgen für das Übrige, denn diese dienen gleichzeitig als Akkuanzeige. Färben sie sich rot, sollte man in den nächsten Stunden eine Steckdose suchen. Ein absoluter Hingucker.


Ein wenig eingeschränkt im Vergleich zum Game Boy Advance ist der micro, wenn es um Sachen wie z.B. Abwärtskompatiblität geht. Denn hier ist der Mini aus dem Hause Nintendo nur in der Lage, die reinen Game Boy Advance Titel abzuspielen. Game Boy Color oder Klassik Titel verweigert der Winzling leider. Wer also seine alten Sammlerstücke spielen möchte, wird weiterhin zum Game Boy Advance oder SP greifen müssen.


Multiplayerspieler können sich entweder den speziellen Wirelessadapter für den micro kaufen oder via neuem Linkkabel direkt gegen andere Game Boy mirco Besitzer zocken. Wer mit Game Boy Advance (SP) Leuten spielen möchte, braucht zunächst einen Adapter.


Fazit:
Mit dem Game Boy micro beweist Nintendo, dass sie auch den aktuellen Trend der Zeit erkannt haben und mit einem schicken Design neue Kundenschichten oder alte Sammler anlocken möchten. Sollte Nintendo in Europa das Gerät mit dem Play-Yan im Bundle anbieten, müsste sich so mancher MP3-Player warm anziehen. Das Gerät erscheint hierzulande zum Preis von 99€. Wer aber nun genauso heiß darauf ist einen micro zu besitzen wie wir es waren, kann ihn schon für etwa 107€ importieren lassen. Klein, edel und graziös mit dem Game Boy micro kann auch der noch so coole sich in Bus und Bahn beim Zocken erwischen lassen. Der Blickfang ist bei diesem Gerät garantiert!


Stefanie Mohr und Kevin Jensen für PlanetGameboy.de


Vielen Dank an Goldenshop.com.hk für die freundliche Bereitstellung der Importversion.


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